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	<title>Norbert W. Schlinkert</title>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (11)</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 14:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[In Nebensätzen wird der Roman immer noch gerne als &#8220;Königsdisziplin&#8221; bezeichnet, ganz zu recht natürlich. Gelegentlich wird darüber aber vergessen, daß es sich bei den hochwertigen Produkten dieses Genres um Kunstwerke handelt, die in sich funktionieren und weder im engeren &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/02/21/das-schreiben-von-romanen-11/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Nebensätzen </strong>wird der Roman immer noch gerne als &#8220;Königsdisziplin&#8221; bezeichnet, ganz zu recht natürlich. Gelegentlich wird darüber aber vergessen, daß es sich bei den hochwertigen Produkten dieses Genres um Kunstwerke handelt, die in sich funktionieren und weder im engeren Sinne plump politisch noch einfach nur schlicht unterhaltend sein können. Die im Augenblick virulente Diskussion um <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/37796.html">Christian Krachts Roman </a><em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/37796.html">IMPERIUM</a> </em>zeigt allerdings, wie sehr das hochwertige Kunstprodukt den gebildeten und intelligenten, den scharfsinnigen Leser benötigt, der zudem noch Humor haben muß und Charakter. Niemand erwartet von einem Kulturjournalisten des SPIEGEL solcherart Eigenschaften, dennoch aber hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imperium_(Kracht)">die diezsche Kritik am krachtschen Roman</a> eine heftige Gegenreaktion ausgelöst, denn man kann zwar den Diez ignorieren (die alte Frage: soll man humorlose Vollidioten mißachten oder bekämpfen), nicht aber das machtvolle Blatt für Möchtegernintellektuelle und Lehrer, wo es die gar so wichtige Bestseller-Liste für gebundene Bücher zu bewundern gibt, auf deren ersten Platz es Krachts Roman hoffentlich schafft. Also kaufen Sie das Buch und lesen Sie es!</p>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (10)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Es überhaupt zu schaffen, einen langen, zusammenhängenden erzählenden Text zu schreiben, ist an sich schon aller Ehren wert. Das spüren selbst jene, die allein mit Mißgunst, Mißtrauen und Mißachtung auf jede Art von Kunst reagieren, denn eine Ahnung des Unterschiedes &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/02/04/das-schreiben-von-romanen-10/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es überhaupt zu schaffen, </strong>einen langen, zusammenhängenden erzählenden Text zu schreiben, ist an sich schon aller Ehren wert. Das spüren selbst jene, die allein mit Mißgunst, Mißtrauen und Mißachtung auf jede Art von Kunst reagieren, denn eine Ahnung des Unterschiedes zwischen Tier und Mensch haben auch sie, eben deswegen. Natürlich sollte nicht außer acht gelassen werden, daß auch ein Roman nur ein Produkt ist, manchmal (aber sehr selten) eine Neuentwicklung des seit gut zweieinhalb Jahrhunderten Bekannten, meistenteils aber in Kern und Wesen doch &#8220;nur&#8221; das Übliche. Dennoch oder gerade deshalb ist von solch einem Produkt das Unmöglichste zu fordern, nämlich Perfektion, nicht allerdings bezogen auf die nüchterne Produkteigenschaft, sondern allein auf die Wirkung während des Lesevorganges und auf die, die nach diesem bleibt, in Kopf und Gemüt. Der Leser gestaltet lesend den Text naturgemäß maßgeblich mit, das ist bekannt, und wer einem Roman die Qualität abspricht, der möge doch sich selbst als Teil des Lesegeschehens mit einbeziehen, vor allem wenn &#8220;objektiv&#8221; nichts zu bemängeln ist. Interessanterweise ist ein Roman aber dennoch nicht etwa nur so etwas wie eine halbfertige Vorlage, denn der Autor des Romans ist immer beides, Schreibender und (Erst-)Lesender in einem, woraus<em> eben</em> eben dieser Zwang zur Perfektion resultiert.</p>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (9)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 17:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt mal Butter bei die Fische! Will sagen, jetzt beginnt die Arbeit an meinem Roman noch befriedigender zu werden, denn nun fülle ich ihn auf, die Personen in ihm werden also zu Menschen, zu poetischen Ichs, wenn sie denn sollen &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/01/25/das-schreiben-von-romanen-9/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal Butter bei die Fische! </strong>Will sagen, jetzt beginnt die Arbeit an meinem Roman noch befriedigender zu werden, denn nun fülle ich ihn auf, die Personen in ihm werden also zu Menschen, zu poetischen Ichs, wenn sie denn sollen (andere bleiben dagegen und im Kontrast dazu normativ), die Dinge bekommen Kontur, die Bewegungen werden stimmiger, die Bezüge werden deutlicher, die Präzision wird höher, alles wird lebendiger. Natürlich war (bis auf das noch nicht geschriebene vorletzte Kapitel) die Geschichte auch zuvor schon vorhanden, nun aber kommen Kleinigkeiten hinzu, weitere Gedanken und Dialoge, Reaktionen und Gefühlsäußerungen, kurz: das Leben selbst. Natürlich muß auch die Sprache noch weiter verfeinert werden, der Rhythmus muß stimmen, die Brüche im Ablauf müssen nicht nur <em>mit</em>, sondern auch<em> in</em> der Sprache vermittelt werden, und so weiter und so weiter. Bis Ende diesen Jahres sollte die Arbeit am Manuskript von meiner Seite aus &#8220;abgeschlossen&#8221; sein, so etwas darf nicht ewig und drei Tage dauern, und außerdem muß ja auch der Prozeß des Lektorierens und der Herstellung noch draufgeschlagen werden. Und nicht zu vergessen: es köchelt bereits eine neue Idee, <em>noch</em> auf kleiner Flamme.</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong>Blogger:innen schreiben nicht nur im Netz, sondern auch auf Papier. Vor allem Bloggerinnen, wie es scheint, denn eine jener hat nun ihren ersten Roman herausgebracht. Alles zu <em>Das Geräusch des Werdens</em> finden Sie <a href="http://www.aleatorik.eu/das-gerausch-des-werdens/">dort</a>.</p>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (8)</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Im selben Dreck zu wühlen wie die Kollegen ist durchaus schweinisch, und den meisten gefällt es. Seinen eigenen Schweinekoben haben zu wollen gilt dagegen als ein wenig eigen, und das ist es auch. Ich für meinen Teil habe nur wenige &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/01/10/das-schreiben-von-romanen-8/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im selben Dreck zu wühlen wie die Kollegen </strong>ist durchaus schweinisch, und den meisten gefällt es. Seinen eigenen Schweinekoben haben zu wollen gilt dagegen als ein wenig eigen, und das ist es auch. Ich für meinen Teil habe nur wenige Bücher von sogenannten Zeitgenossen in meiner Bibliothek, dafür umso mehr solche, die in früheren Zeiten die Zeitgenossenschaft überlebt haben und weiter lebendig sind, allein durch ihre literarische Qualität. Sie sind, pflege ich zu sagen, gut abgehangen, wie beispielsweise Achim von Arnims Roman &#8216;<span style="color: #333333;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kronenwächter"><span style="color: #333333;">Die Kronenwächter</span></a></span>&#8216;, der bereits den Zeitgenossen als das gelten mußte, was heutigentags von den Marktstrategen ein historischer Roman genannt wird. Die Einleitung beginnt mit der Beschwörung der kleinsten Zeiteinheit des Literaten, nämlich mit &#8220;Wieder ein Tag vorüber in der Einsamkeit der Dichtung!&#8221;, worauf eine Klage folgt, wie gemeinhin mit den Werken des Geistes früherer Jahrhunderte umgegangen wird, indem sie nämlich entweder als unverständlich und unbrauchbar angesehen und damit aufgegeben, oder mit sinnloser Verehrung angestaunt werden. Daran hat sich seit dem frühen 19. Jahrhundert nichts geändert, obgleich die elementaren Fragen der Menschheit die selben geblieben sind und sich auch der Mensch nicht entscheidend hat verändern können in den letzten Jahrtausenden. So gesehen ist es nur natürlich, im selben Dreck wie alle zu wühlen, nur sich einpferchen lassen, das sollte durchaus nicht sein. Wie gesagt, es finden sich nicht eben viele Zeitgenossen in meiner Bücherwand.</p>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (7)</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 15:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[So wir nun also die &#8220;Zeit zwischen den Jahren&#8221; ganz heidnisch ertragen und damit überwunden haben, wenden wir uns wieder dem Roman zu. Wir, das bin ich. Neben dem Schreiben des eigenen lese ich zur Zeit viele, die zwischen den &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/01/08/das-schreiben-von-romanen-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>So wir nun also die &#8220;Zeit zwischen den Jahren&#8221; </strong>ganz heidnisch ertragen und damit überwunden haben, wenden wir uns wieder dem Roman zu. Wir, das bin ich. Neben dem Schreiben des eigenen lese ich zur Zeit viele, die zwischen den Kriegen entstanden sind, Robert Walsers <em>Jakob von Gunten</em>, Franz Werfels <em>Der Abituriententag </em>und, nach ziemlich genau 25 Jahren zum zweiten Male, den <em>Zauberberg </em>von Thomas Mann. Auch Walsers Roman lese ich nicht zum ersten Mal. Mein eigener, sich in Arbeit befindlicher Roman wartet derweil auf Weiterbearbeitung, zu der wir uns Anfang des Jahres nicht recht aufraffen können, denn so schrecklich der November auch vielen erscheinen mag, Anfang Januar ist die Hölle. Dazu kommt nun auch noch, wir sind selber schuld, daß nun die gelesenen, herausragenden Werke den Gipfel des Möglichen aufzeigen, zu dem wir selber gerne möchten, derweil wir ihn sehen, eben einmal das Vorgebirge erklimmend. Doch da müssen wir durch, wollen wir hinauf, so weit es uns möglich ist.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Was aber sollen Bilder, Metaphern und Vergleiche </span></strong><span style="color: #000000;">anderes bewirken als Frust, der sich schließlich nur mit Arbeit bekämpfen läßt? Immerhin aber ist der Frust nur oberflächlich, anders als der, der doch sicher aufgetreten wäre, fänden wir uns nun, in unserem Alter, als ein, sagen wir, Literaturliebhaber wieder, dem selbst nicht eine überzeugende Zeile gelingen will. Da hilft dann auch kein Seelenklempner mehr. Also frisch ran ans eigene Werk – vielleicht nicht sofort und mit ungebändigtem Elan, aber doch bald, bald schon, denn die Welt will bereichert, der Gipfel erklommen sein. So jedenfalls ist zu hoffen. Und zwischen den Kriegen ist ja, leider, immer.  </span></p>
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		<title>Das Schreiben von Romanen (6)</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Schreiben eines Romans ist nichts anderes als eine Form des Krieges mit und damit auch gegen sich selbst. Der Krieg mit Verlegern und Kritikern kann somit nur begonnen werden, wenn der allem zugrundeliegende gewonnen ist. Doch eben dies ist &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/01/02/das-schreiben-von-romanen-6/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Schreiben eines Romans</strong> ist nichts anderes als eine Form des Krieges mit und damit auch gegen sich selbst. Der Krieg mit Verlegern und Kritikern kann somit nur begonnen werden, wenn der allem zugrundeliegende gewonnen ist. Doch eben dies ist unmöglich, was nicht heißen soll, es sei denkbar, diesen Krieg mirnichtsdirnichts verlorenzugeben. Christian Morgenstern schreibt im Jahr 1906 an Robert Walser: &#8220;Nicht nur aber sein erster und sein bester sondern auch sein unnachsichtigster Leser zu sein, halte ich für ein Grundprinzip jedes Schriftstellers.&#8221; (Robert Walser: Briefe. st 488. S.42<em>f.</em>) Das sehe ich ebenso, so daß die Haubitzerei unbedingt auch zu den handwerklichen Fähigkeiten des Autors zu gehören hat. Eben dieser Robert Walser hatte eine Neigung, Texte, die er für nicht gelungen erachtete, zu vernichten, was viele Leser als schade empfinden mögen, während ich <em>als Leser </em>dem verehrten Herrn Walser dafür danke. Ich selbst vernichtete letztens erst frühe, teils umfangreiche Manuskripte und fühle mich befreit. Man danke mir also, auch wenn es nicht die Hauptaufgabe eines Schriftstellers ist, sich befreit (oder sauwohl) zu fühlen, doch ich benötigte für meinen aktuellen Krieg <em>um </em>meinen Roman Kraft, besonders da nun die letzten Schlachten zu schlagen sind. Dann erst kommt der angesprochene Krieg mit denen da draußen, und ich sage jetzt schon, daß mir der Untertitel, &#8220;Gegenwartsroman&#8221;, zugleich Genrebezeichnung und heilig ist. Das kann ja heiter werden.</p>
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		<title>Januarbrief/1 (2012)</title>
		<link>http://nwschlinkert.de/2012/01/01/januarbrief1-2012/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 11:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein einsamer Böllerer zog bis zum frühen Morgen durch die Prenzlauer Berge, kam näher, entfernte sich, kam wieder näher, so als habe er eine Aufgabe abzuarbeiten. Hier und da heulten noch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge, dann kehrte Ruhe ein. Was &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2012/01/01/januarbrief1-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein einsamer Böllerer </strong>zog bis zum frühen Morgen durch die Prenzlauer Berge, kam näher, entfernte sich, kam wieder näher, so als habe er eine Aufgabe abzuarbeiten. Hier und da heulten noch die Sirenen der Einsatzfahrzeuge, dann kehrte Ruhe ein.</p>
<p>Was nun also anfangen mit diesen 365 einzelnen Tagen? Viele widmen den ersten Tag sicher dem großen Kater, ich aber werde das Heutige, so entschied ich just aus eben derselben heraus, der Langeweile widmen – wer weiß, wann ich mal wieder dazu komme, in diesem unwahrscheinlichen Jahr mit dem Namen 2012.</p>
<p><strong>Allen Leser:innen ein Frohes Neues!</strong></p>
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		<title>Dezemberbrief/4; zwischen den Jahren (2011)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 13:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wechsel von Tag und Nacht, der Wechsel der Jahreszeiten, die Sonnenwenden – mehr bleibt uns westlichen Menschen der Moderne nicht von der Natur, abgesehen von der je eigenen des Menschseins schlechthin. Zu dieser menschlichen Natur gehört der Hang zum &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2011/12/27/dezemberbrief4-zwischen-den-jahren-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Wechsel von Tag und Nacht, </strong>der Wechsel der Jahreszeiten, die Sonnenwenden – mehr bleibt uns westlichen Menschen der Moderne nicht von der Natur, abgesehen von der je eigenen des Menschseins schlechthin. Zu dieser menschlichen Natur gehört der Hang zum Rück- und zum Vorausblick, das Verlassen der Gegenwart, was ja durchaus erquickend sein kann. Dennoch sind mir die allseits beliebten Jahresrückblicke zuwider, allenfalls denke ich nun &#8220;zwischen den Jahren&#8221; an mein eigenes 2011 zurück, und siehe da, es war ein widerspenstiges Jahr, in dem ich Zuneigungen genossen, Gleichgültigkeiten abgewehrt und Feindseligkeiten ebenso ignoriert habe wie Aufforderungen nach Anpassung, Kleinmachen und Anbiedern. Ich weiß, ich hätte in diesem Jahr 2011 einigemale eher auf mein Gefühl hören sollen, statt der Vernunft und vermeintlicher Pflicht zu gehorchen – Menschen, die wenig oder nichts von mir halten, sind dadurch in unangenehme Situationen gekommen, die nur ich hätte verhindern können. Gleichviel, ich nehme mir nie etwas vor für das &#8220;neue&#8221; Jahr, doch ein wenig mehr auf mein Bauchgefühl zu hören, ist sicher nicht falsch – ich will ja schließlich Mensch bleiben in dieser, unserer Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dezemberbrief/3 (2011)</title>
		<link>http://nwschlinkert.de/2011/12/23/dezemberbrief3-2011/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 11:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Prenzlauer Berge sind, nun ja, nicht eben entvölkert, dennoch aber weniger genutzt als sonst meist. Das muß wohl daran liegen, daß die Angehörigen fremdländischer Stämme in die alte Heimat sich verfügt haben, um dort das traditionelle Weihnachtsmenü genießen zu &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2011/12/23/dezemberbrief3-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Prenzlauer Berge </strong>sind, nun ja, nicht eben entvölkert, dennoch aber weniger genutzt als sonst meist. Das muß wohl daran liegen, daß die Angehörigen fremdländischer Stämme in die alte Heimat sich verfügt haben, um dort das traditionelle Weihnachtsmenü genießen zu können, Bayrisches Enddarmgehacksel oder Schwäbische Rindsvorderfüße mit Nierenragout und Spätzle, so etwas in der Art. Da zugleich der gemeine Berliner sich per Flieger ins Südliche aufmacht, bleiben also nur noch die Zurückgebliebenen übrig. Sehr angenehm, das. Weihnachtsstimmung kommt so natürlich keine auf, auch wegen der jahreszeittypischen Erwärmung und des darob fehlenden Schnees, der mir allerdings auch gestohlen blieben kann, trotz der neu angeschafften Schuhspikes. Trocken und kalt, so hätte ich das Wetter gerne bis Mitte März, wenn&#8217;s irgendwie machbar ist, nur Sylvester kann es meinethalben wie aus Eimern schütten, damit dieses unsägliche – wann endlich verbietet die EU diesen umwelt- und gesundheitsschädlichen Blödsinn – also das Geballere und Raketengeschieße sich reduziere. Friede, Freude, Eierkuchen, das wär&#8217; doch was!</p>
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		<title>Dezemberbrief/2 (2011)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 18:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert W. Schlinkert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine gewisse Zurückgezogenheit um der eigenen Arbeit willen nimmt niemand übel, weil man sofort vergessen wird. Die wenigen Zeitgenossen, die einen nicht vergessen, denken allerdings nichts Gutes über den Zurückgezogenen, der der Welt doch ohne Zweifel etwas schuldig ist. Ideen &#8230; <a href="http://nwschlinkert.de/2011/12/11/dezemberbrief2-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine gewisse Zurückgezogenheit um der eigenen Arbeit willen </strong>nimmt niemand übel, weil man sofort vergessen wird. Die wenigen Zeitgenossen, die einen nicht vergessen, denken allerdings nichts Gutes über den Zurückgezogenen, der der Welt doch ohne Zweifel etwas schuldig ist. Ideen zum Beispiel. Nun ist es nicht so, daß mir nichts einfiele, ganz im Gegenteil, doch ist es der Zurückgezogenheit Gesetz, nichts aus ihr heraus in die Welt zu entlassen, bis die Zurückgezogenheit ein Ende hat. Sie glauben garnicht, mit wie viel innerer Freude mir im Moment die Ideen und Bilder durch den Kopf gehen, ohne daß ich auch nur daran denke, sie zu ergreifen, zu formen und zu präsentieren. Das ist L’art pour l’art in ihrer reinsten Form. Natürlich gibt es auch Ideen und Bilder, die ich ergreife und forme, doch das ist die besagte Arbeit, um derentwillen ich die Zeit in meinem Burgfried verbringe. Ich denke, es wird Anfang März werden, bis die Ideen dann wieder Sinn und Zweck bekommen und sie mir wieder übel genommen werden können.</p>
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