HANDSCHRIFTLICHES

Die Symkronisations – Niederkünfte (I, II, III, insgesamt etwa 380 Seiten) sind ein von September 2007 bis März 2009 entstandenes handschriftliches Projekt, dem die Idee der Unmittelbarkeit, des unmittelbaren Schreibens zugrunde liegt. Die ein oder andere Seite (v.a. in II u. III) ist mit Zeichnungen versehen oder ganz und gar Zeichnung. Hier und da sind Teile des Textes durchgestrichen oder gar unkenntlich gemacht. Für das Ganze lag kein Plot, keine inhaltliche Grundidee vor, der Text ist, mit allen “Fragwürdigkeiten” und “Fehlern”, also auch jeweils Ausdruck der Befindlichkeit des Autors. Der Titel “Symkronisations – Niederkünfte” ist mehr oder weniger als Hinweis darauf zu verstehen, daß im Einklang von Zeit und Handeln etwas entstehen muß, besonders wenn man es darauf ankommen läßt.

Michael Lentz (rechts im Bild, dann links) schreibt in Textleben. Über Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt (S.30): “Die Tätigkeit der schreibenden Hand ist seismographischer Art. Sie lässt Innenprozesse durchschlagen. Ihre indexikalische Natur fügt der Beschreibungsebene eine sonst nicht einholbare Ausdrucksgestik hinzu. Die Ausdrucksgestik kann als zweite Schicht das Gesagte visualisieren – […] Handschreiben als materiale Tätigkeit ist so eine Rückkopplungsschleife, bei der die unmittelbare Selbstwahrnehmung miteinfließt in den Textprozess.”

Ich stelle Auszüge aus allen drei Büchern ein. (Das Öffnen der Bilder in einem neuen Fenster verbessert womöglich die Lesbarkeit.) Alle drei sollen, wenn es nach mir geht, in absehbarer Zeit als Faksimile erscheinen, konkrete Entscheidungen stehen aber noch aus. NWS

 

 

 

 

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