Archiv der Kategorie: NACHRICHTEN aus den PRENZLAUER BERGEN!
Be–Sein und so weiter: Die Lücke als Gedankenstrich, der Gedankenstrich als Lücke: Hauptsache–Sein
Das Besein an sich sagt noch nicht viel aus über was auch immer, selbst wenn das Sein Alles ist. Es fehlt etwas in der Lücke, um aus dem Besein ein Bestimmtsein zu machen. Jörg Herold füllte diese Lücke mit Wurst, … Weiterlesen
Von Höcksken auf Stöcksken zu kommen und zugleich über Qualität nachzudenken, bedeutet beides zugleich zu tun
Zugegeben: kann ich nicht! Nämlich eine einmal als erfolgreich erkannte Machart immer wieder anwenden. Was in Handwerk, Handel, Gewerbe und in der Unterhaltung einer der Schlüssel zum Erfolg ist, ist mir in meiner Kunst eine Unmöglichkeit. Zu meinem Glück bin … Weiterlesen
In mir ein Fluss
Der Literatur-Nobelpreisträger Jon Fosse schreibt viele seiner Texte zunächst mit dem Füllfederhalter, so las ich. Tue ich auch, phasenweise. In meinen Archivboxen sind einige Texte, die es nur handschriftlich gibt, ohne Recherche oder vorherige Idee in einem Fluss dahingeschrieben, nie … Weiterlesen
Es werde Werk oder: 100 % Handwerk und ein Hauch von Was
Gestern, oder war es vorgestern, nein gestern, gestern war’s, gestern habe ich einen Text beendet. Die ältesten Teile des knapp 150 Seiten langen Werkes sind zehn Jahre alt. Das ist nicht weiter verwunderlich, solch eine zeitliche Spreizung entspricht meiner Arbeitsweise, … Weiterlesen
Vergessene Texte III: Wiederaufgefundene Anfänge von (na von) Was (wohl) oder: Zur Hälfte frei erfunden, zur anderen imaginiert (2019)
Das Ende habe ich mir immer ganz anders vorgestellt. Als Katastrophe mit Feuer und Wasser, mit Brünsten, Überschwemmungen, auch Erdrutschen und Lawinen. Ende Oktober aber, wenn die Kraniche und die Wildgänse ihre Formationen üben, in aller Ernsthaftigkeit, und abends in … Weiterlesen
Unterbelichtete Überschärfe
Ich geb es ja zu, dass ich mich insofern konservativ verhalte, als dass ich fast ausschließlich Texte höchster Qualität lese, deren Erschaffer längst das Zeitliche gesegnet haben, und zwar lange bevor Texte durch Copy & Paste zu Patchworkgebilden wurden oder … Weiterlesen
Re-Vision
Ich habe vier Archivboxen gekauft, ist gar nicht lange her. Ganz voll sind sie noch nicht, doch zum einen ist in den Regalen noch zu Archivierendes zu finden, zum anderen kommen nach und nach neue handschriftlich verfasste Texte hinzu, so … Weiterlesen
Vergessene Texte II: Nächster Halt Leipzig (2016 / 2022)
Nächster Halt Leipzig Eine Kurzgeschichte von Norbert W. Schlinkert Leo ergattert einen Fensterplatz rechts in Fahrtrichtung. Es fahren, stellt er fest, ausgesprochen viele Menschen im ICE von Berlin nach Leipzig, so früh am Morgen und mitten in der Woche. Was … Weiterlesen
Vergessene Texte I: KREISE (von 2021)
KREISE oder: Das Zeitalter der Ichs Eine abgebrochene autobiographische Erzählung von Norbert W. Schlinkert Handlungs-Vorsatz, in eigener Sache, einleitend Der Gedanke, all’ meine Freunde seien in Wirklichkeit schwer beleidigt, weil sie nicht in meinen Schriften auftauchen, war mir nie gekommen. … Weiterlesen
Von der Denkmaschine zum Mumpitz
Ganz fatal scheint es, wenn der Schriftsteller nicht schreibt, seine dicken oder dünnen Finger also nicht um ein Schreibgerät krampft oder mittels seines Tippsystems eine Tastatur behackt. Warum schreibt er nicht, fragt es sich, hat es tiefere Gründe, hat er … Weiterlesen