Oktoberbrief/3 (2011)

Bevor es November wird, noch einen kurzen Blick auf die Absurditäten der Wirklichkeit. Doch wo beginnen? Vielleicht damit, daß die Chinesen nun keine Stahlwerke mehr kaufen und sie dann mitnehmen (aus dem entstandenen Loch macht man dann einfach einen See), sondern daß sie jetzt nur noch Dinge kaufen, die hier bleiben sollen. Ist ihr gutes Recht, denn zum einen zeigen sie den Europäern, wie die vor hundert Jahren noch Unterdrückten mit eigenem Geld umzugehen wissen, zum anderen helfen sie, wo sie nur können. Wie komme ich darauf? Auch andere Völker kaufen sich weltweit ein, der Unterschied ist nur, daß nicht mehr nur Europäer oder US-Amerikaner dies tun, sondern auch die anderen. In den Prenzlauer Bergen allerdings werden weder die Chinesen noch die Russen irgendetwas aufkaufen können, denn – gähn, das wissen wir doch längst – hier ist alles bereits verkauft, an Schwaben und Bayern. Das ist aber nur der eine Grund, warum der Chinese und der Russe nicht Fuß fassen kann. Der andere ist: sie haben Angst, denn nicht nur sind die Straßen von Kinder-Kriegern belagert, sondern auch von Kindern, die, wenn sie erwachsen sind, perfekt Chinesisch und Russisch (und Deutsch) können. Das wäre natürlich kein Grund Angst zu haben, allerdings kommen zu der Sprachausbildung Einzelkämpfer:innen-Fähigkeiten hinzu, die jahrelang im Kampf mit den eigenen Eltern perfektioniert wurden. Die Prenzlauer Berge werden bald schon die kriegerischste Region Europas sein, es sei denn, die Chinesen kaufen die jungen Leute einfach und nehmen sie mit. Bitte!

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