Anonym eingereicht, wahrscheinlich sicherheitshalber

Die Verwirrung um das Griechenlandgedicht des Günter Grass hat ihren Höhepunkt erreicht, denn nun scheint die Aufnahme der Lesung durch Grass selbst verschwunden zu sein. Der Link zum NDR ist etwa auf Wikipedia noch zu finden, Stand heute [„Europas Schande, gelesen von Günter Grass (2:22). NDR online am 26. Mai 2012, 13:40 Uhr“], bringt aber nur ein herzliches „Seite nicht gefunden“ zutage. Zeugen, die bei der Aufnahme zugegen waren, sind bisher nicht aufzutreiben gewesen, wenngleich manche Hörer des NDR Stein und Bein schwören, die Lesung wirklich gehört zu haben. Mysteriös. Sollte man sich nun also doch darauf einigen, es habe das Gedicht nie gegeben und zudem dem Satire-Magazin Titanic raten, von rechtlichen Schritten abzusehen? Wie auch immer, gestern erreichte mich die Bitte, ein Gegengedicht zu Grass zu veröffentlichen, allerdings ohne Nennung des Verfassernamens. Wie Sie sehen, habe ich einmal darüber schlafen müssen, komme aber nun der Bitte nach. Schließlich geht es, so oder so und wie auch immer, um Literatur!

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