Schaukelige Hochzeit und ein Occupy-Feuerzeug

Gestern habe ich meinen Kalorienbedarf zu einem großen Teil durch alkoholische Getränke gedeckt. Normalerweise gehe ich nicht auf Hochzeitsfeiern, doch für Marlene und Joachim habe ich einfach mal eine Ausnahme gemacht – denn was ist schon normal? Außerdem hatten sie sich das Ja-Wort schon vor einem halben Jahr gegeben, die Feier auf dem in der Nähe der Oberbaumbrücke am friedrichshainischen Ufer liegenden Schiff diente also nicht der Umkränzung der Vermählung selbst, sondern allein dem Amüsement, dem Trinken, Quatschen und Tanzen. Das Schöne an so einer Feierlichkeit auf einem Schiff ist übrigens, daß man sich von Anfang an betrunken fühlt, des leichten Schwankens wegen, gegen das man dann eben antrinken muß, ob man will oder nicht. Mit anderen Worten: es war ein sehr gelungenes Fest, in dessen Verlauf mir eine schöne Frau ein Occupy-Feuerzeug schenkte, ich gute Gespräche führte, tanzte und rauchte und nach dessen Ende um drei Uhr eine Restmannschaft die Spree ohne Zwischenfälle überquerte, um am kreuzbergerischen Ufer noch ein abschließendes Kaltgetränk zu sich zu nehmen. Was bleibt nun von einer solchen Nacht, das fragt man sich am nächsten Tag natürlich immer, mal abgesehen von den Fotos, die ja locker jederzeit von irgendwelchen Stieseln gegen einen verwendet werden könnten? (Zum Glück aber waren überhaupt keine Stiesel da!) Nun, ich kann mich ohnehin auch gut ohne fotografische Belege an Ereignisse erinnern, ich muß nur einfach etwas darüber schreiben, so wie hier und jetzt. Dann bleibt’s. So einfach ist das.

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