Wer als Literat bloggt, ist unseriös!

Ich komme schon ganz durcheinander. Hatte ich nun schon von meiner gestrigen Überarbeitungsarbeit geschrieben? Muß wohl am Wetter liegen. Was ich auf jeden Fall getan habe ist, in drei, vier Blogs zu lesen, wobei ich bei dem nur gelegentlich konsumierten vierten Blog, dem der rumänisch-deutschen Schriftstellerin Aléa Torik, den schönen Satz fand „Bloggen ist beinahe ein Zeichen unseriöser Literatur.“ Hopsa, denk ich da, das ist ja schrecklich. Andererseits galt ja der Roman eine gute Kulturgeschichtsweile lang auch als Schund und als verderblich, ebenso wie der Comic, was sich dann aber schließlich aufgrund seriösen und ausdauernden Arbeitens nach und nach geändert hat, geändert wurde. Allerdings, und das ist natürlich ein schlagendes Argument, findet sich, so Frau Torik, unter seriösen Schriftstellern niemand, der einen Blog betreibt, so daß Besagte den ihren wahrscheinlich so bald als möglich aufgeben wird. So, und nun muß ich wieder an meinen Roman, damit dieser sich bald zwischen zwei Buchdeckeln befindet, denn da gehört er hin, obwohl ich auf meinem Blog über sein Sein als solches berichte, was natürlich, das ist mir nun klar, ein großer Fehler ist. Und was für ein großer!

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