Herzlich in den Kühlschrank hineingelacht

Heute morgen lachte ich herzlich in den Kühlschrank hinein. Nicht etwa, daß mir ein Kobold Grimassen schnitt, da war kein Kobold, obwohl genug Platz war, und das war es, was mich lachen machte. Zwei Scheiben Schwarzbrot und ein winziger Käserest. Mein Kühlschrank ist kein Kühlschrank, sondern ein Klischeeschrank, obwohl es die Verbindung Romanschreiben und voller Kühlschrank doch auch geben soll in der Schöpfung, und überhaupt Schöpfung, allein das Wort hört sich so überaus voll an, finde ich, selbst wenn geschrieben steht, es wurde aus dem Nichts geschöpft, wobei wir wieder bei der Kunst wären und eben der Schöpfung aus dem Nichts und dem Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus, was natürlich mit Kühlschränken nichts zu tun hat, denn wenn der leer ist, ist der leer, während so ein Künstlerkopf doch niemals leer sein kann, mindestens so ein Systemprogramm steckt immer drin, denn sonst, sonst hätte er ja gar nichts mehr zu lachen, der Künstlerkopf.

Dieser Beitrag wurde unter NACHRICHTEN aus den PRENZLAUER BERGEN! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.