Fratzenhaftigkeit

Was so alles in (m)einer Bücherwand steckt an Schrift gewordenem Grauen und Elend! Und dabei habe ich durchaus nicht jedes Buch behalten, das ich mal kaufte und las, sondern immer Bücher auch verschenkt oder verscherbelt und sogar ein paar in die Mülltonne gekloppt, weil ich nicht wollte, daß jemand sie liest – ein gutes Buch enthält zwar gemeinhin viel Grausamkeit, doch es selbst darf natürlich nicht von grausam schlechter Machart sein, das versteht sich ja von selbst. Außerdem ist das Erste, was ich beim Aufwachen sehe, meine Bücherwand, und da will ich doch nicht, daß mir gleich die Laune vergällt wird. Man muß ja immer auch ein wenig an sich denken, finde ich, trotz der immerwährenden Bemühung, es denen da gleichzutun.

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2 Responses to Fratzenhaftigkeit

  1. Alte Saeckin sagt:

    Ordentliches Gegrusle an Ihrem Regal, Herr Schlinkert.

  2. Die Maske ist natürlich nur ein zarter Hinweis darauf, was sich so alles zwischen den Buchdeckeln verbirgt, um beizeiten noch entdeckt zu werden!