Wert-Schätzung Pi mal Daumen mal Geld

Immer wieder diese doofe Frage, was ich denn damit verdiene! Ich sage dann immer: „ausreichend“ – wenngleich ich das, was ich verdiene, nicht bekomme, was dann eben daseinsmäßig zu Geldproblemen führt, was ich dann manchmal eben auch noch sage, je nach Laune. In einer launigen Runde, in der solche Kennenlernfragen nach dem Verdienst gestellt werden und in der weitere Fragen darauf ausgerichtet sind zu erfahren, was jemand ist und nicht wer jemand ist, fühle ich mich nicht sehr wohl, aber auch in Runden, in denen es darum geht, wer am meisten zu leiden hat für seinen Beruf oder seine Familie, ist der Spaß weit weg und die Frustration danach schon präfiguriert. Was also tun? Die Antwort ist wie immer einfach: man tut einfach so, als sei alles in bester Ordnung, als würde alles peu a peu besser werden, so lange man sich nur: anstrengt – ohne dabei zu: verkrampfen – und, ganz wichtig: ohne dem reinen Hedonismus zu frönen, weil der nämlich schon wieder Ideologie ist und auch noch: teuer. Also alles halb so wild, so lange man nicht eines morgens als Ungeziefer aufwacht, nur so als Beispiel, doch davon sind wir ja alle zum Glück weit entfernt, es sei denn, wir schliefen schon als Ungeziefer ein, weswegen sich in den meisten Schlafzimmern nämlich ein Spiegel befindet, auf daß man sich absichere, sich noch einmal anglotzt, ja, das bin ich ich, ich sehe zwar scheiße aus, bin aber ich, also Licht aus für den Schönheitsschlaf und die kostenlose Traumbespaßung angeschaltet, damit wir am nächsten Tag nicht platt sondern fit sind für: allerlei Leistung. So soll es sein!

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