Bücher

„Ich habe keine Lust, für den Rest meines Lebens Bücher zu schreiben, die keiner liest“ – so Samuel Beckett am 26. Juli 1936 in einem Brief an Thomas McGreevy. Sehr gute Einstellung, das! Würden mehr Menschen dieser Einsicht nach leben, man könnte sich die sündhaft teuren Bibliotheken für die paar Spinner, die sie benutzen, sparen! Das bißchen Pathos, das die Zeit braucht, kann auch ein Bundespräsidentendarsteller medial angereichert unter die Leute werfen, wie man grad jetzt deutlich sehen kann, während ansonsten alles so pragmatisch läuft wie immer, Verteidigung unserer Grenzen am Hindukusch, Verkauf präzise laufender Maschinen made in Germany in alle Welt, Palaver auf allen Kanälen und überhaupt Brot und Spiele und natürlich auch Brot für Welt, vielleicht auch Wasser noch. Jeder muß sich halt ein wenig anstrengen und seinen Beitrag leisten, und da ist es natürlich geradezu wesentlich, keine Lust aufs Bücherschreiben zu haben, vor allem, wenn ohnehin niemand sie liest. [So, fertig mit dem Artikelchen, dessen Pointe außerhalb desselben liegt.]

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