Eines Montags wirre Gedanken: Die Mülleimergesellschaft

Ein Mülleimer ist nie lange leer, dann aber lange Zeit voll, obwohl immer noch etwas hineinpaßt. So etwas läßt sich aber leicht erklären, da gibt es Fachleute für, die einem ratzfatz eine Zeichnung machen mit Zahlen dran. Wenn dann wirklich nichts mehr rein- und der Deckel nicht mehr zugeht, wissen wir aber, was zu tun ist und was passieren muß – der Mülleimer wird geleert, der Inhalt kommt in einen größeren Eimer, ist der dann voll, kommt alles in einen noch größeren, bis es am Ende im größten aller Mülleimer landet, der sogenannten Natur. So ist das, Kinders – und das ist kein Gleichnis. Jedenfalls nicht nur.

Wölkchen über den Prenzlauer Bergen, Norbert W. Schlinkert

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6 Responses to Eines Montags wirre Gedanken: Die Mülleimergesellschaft

  1. derdilettant sagt:

    Ich finde, man kann schon froh sein, wenn man nicht selber drin landet. Ansonsten hab ich u. a. so einen Papppapierkorb/Mülleimer, der gibt nach, wenn man immer noch mehr reinstopft und wächst also mit seiner Aufgabe. Und dann gibt’s doch noch die Hochhäuser, da muss man den Müll nicht runterbringen sondern schmeißt ihn runter – in den Schlucker. Aber so hoch wohnen Sie ja auch nicht. Und zu aller letzt noch dies: lieber ne Mülleimer- bzw. tütengesellschaft, als den Müll/Kot lose auf die Gosse zu kippen, wie in früheren Zeiten. Was geht’s uns doch gut!

  2. Klar geht es uns gut, man spricht ja nicht umsonst von der „Entsorgung“ des Mülls durch die „Entsorgungswirtschaft“. Das hört sich zwar ein wenig nach Orwell an, aber der ist ja, wie wir wissen, längst überholt. Jetzt muß nur noch der geistige Müll entsorgt werden, aber unsere Regierung arbeitet ja so fleißig daran, daß es eine Wucht ist!

  3. Geistigen Müll entsorgt der Maxwellsche Dämon – sehr zuverlässig, wenn auch nicht schnell…

  4. Trennt der Maxwellsche Dämon nicht eher den geistigen Müll vom nichtgeistigen Müll, ohne dabei selbst Energie aufzuwenden? Aber vielleicht habe ich da auch etwas falsch verstanden, denn schließlich ist heute Mittwoch.

  5. Ich hatte den Dämon in seiner Funktionsweise extra noch einmal nachgelesen, bevor ich meinen Kommentar einstellte – was aber keineswegs heißen muss, dass ich ihn besser verstanden habe als Sie! ; )

  6. Ich wußte natürlich erst überhaupt nicht, was das für ein Dämon sein soll, dann habe ich es nachgeschlagen, um sodann den Kern desselben bewußt miß und den Rest falsch zu verstehen. So mache ich das immer, wenn mich der Dämon packt!