Pseudonym & Verwechslung

Liebe Leser und Leserinnen!

Ein Wort in eigener Sache. Es kommt, so mußte ich feststellen, immer wieder zu Verwechslungen meines Pseudonyms Norbert W. Schlinkert mit meinem bürgerlichen Namen Norbert W. Schlinkert – und umgekehrt. Sogar immer häufiger. Ich denke, das müßte nun wirklich nicht sein. Dabei machen manche den Fehler nie, andere aber ständig, viele jedenfalls viel zu oft, und es ist mir, um der Wahrheit die Ehre zu geben, schleierhaft, wie das überhaupt passieren kann. Muß man denn den Menschen alles bis ins Klitzekleinste erklären? Auf die Nase binden? Soll man an jeden bürgerlichen Namen und an jedes Pseudonym einen Beipackzettel tackern, eine Betriebsanleitung, gar Warnhinweise, nicht zusammen mit Alkohol einnehmen, nicht von der Seite anquatschen … Also ehrlich, das kann man sich doch alles denken, vorausgesetzt natürlich, man erkennt, wen man da vor sich hat, wer sich da entäußert, wer da aus dem Nähkästchen plaudert, sein Inneres nach Außen kehrt. Sie müssen auch berücksichtigen, daß immerhin auch nicht selten Fehler auftreten, wenn denn Norbert W. Schlinkert nicht für ihn gedachte Botschaften an Norbert W. Schlinkert weiterreichen muß, so wie dieser die nicht für ihn geltenden, was auch hier zu Verwechslungen oder gar zu einem Durcheinandergeraten der Nachrichten selbst führen kann, so daß am Ende niemand mehr weiß, wo ihm der Kopf steht und ob es überhaupt der eigene ist. Also, liebe Leser und Leserinnen, Sie sehen, die Angelegenheit ist ernst und erfordert Maßnahmen. Seien Sie also so gut und checken einmal alle Funktionen Ihres Denk- und Wahrnehmungsapparates durch, und prüfen Sie, wenn Sie schon einmal dabei sind, auch genau, wer Sie im Augenblick überhaupt sind, respektive nicht sind, tja, und dann, dann sollte es im besten Falle, so hoffen wir jedenfalls, nicht mehr zu diesen Unannehmlichkeiten kommen.

In diesem Sinne,

Ihr Norbert W. Schlinkert

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5 Kommentare zu Pseudonym & Verwechslung

  1. Marie-Louise sagt:

    Sie erstaunen mich, Sie Beiden! Ich als treue Leserin, selbst wenn ich seit kurzem erst kommentiere, habe es immer Ihnen, Norbert W. Schlinkert, überlassen zu entscheiden, wer Sie sind. Was geht mich das an, Ihrer Beider Tohubawohu? Rennen Sie sich doch meinethalben gegenseitig über den Haufen! Aber keine Sorge, ich weiß alles über Sie, also über S i e jetzt! Der Andere ist mir gleich.
    Herzliche Grüße aus der Ferne,
    die eine Marie-Louise

  2. Wirbeiden haben allerdings tatsächlich, liebe Marie-Louise, mit diesem 1:1-Phänomen zu tun, also mit der Annahme, alles hier Geschriebene sei die reine Wahrheit und lauter – und dabei ist Literatur nie wahr! Warum wohl, geben wir zu bedenken, sagt man, jemand lüge wie gedruckt!? Eigentliche Aufgabe der Literatur, in welcher Form auch immer, ist ohnehin nie Klarheit und Aufklärung, sondern allein alles Mögliche.
    Herzliche Grüße in die Ferne!

  3. Marie-Louise sagt:

    Jenes „Je est un autre / Ich ist ein Anderer“ Rimbauds bedeutet ja nicht, sich im Anderen aufzugeben, sondern ihn sein zu lassen!

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