Prosagedicht VIII / Weiß & staubig

Weiß & staubig

Weiß & staubig lebend,

grad noch vor sich hin,

nur Du allein in meinem Kopf,

im Schädel kreisend,

blitzend, blendend,

lachend, weinend,

volltrunken lallend und

gekreuzigt jede Nacht,

verdammte, die,

das viel zu breite Bett,

das Lager,

ich, allein,

dies Jahr um Jahr,

ein Freikauf ausgeschlossen,

ganz & gar.

Keltisches Pferd, Norbert W. Schlinkert

 

>>>Gedichte

 

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One Response to Prosagedicht VIII / Weiß & staubig

  1. Südpol sagt:

    Wie traumhaft, wenn das Bett (viel) zu breit ist, wie sinnhaft wenn man sich nicht freikaufen kann.
    Ob weiß, ob schwarz… es grünt so grün. 😉

    „Sie leiden wahrscheinlich am defekten Phallus Syndrom, das haben wir hier ständig, kein Grund zur Sorge…“

    Wir sind doch alle nur zu Besuch hier. Ich gehe jetzt.
    Bis Morgen, Dein Südpol.