Novemberbrief/3 (2011)

Es ist in der Tat zuviel verlangt zu verlangen, dies hier zu lesen. Ich selbst lese ja auch nur in Blogs, deren Betreiber ich kenne, aber auch das sollte ich sein lassen. Nein, nein, in der letzten Zeit gab es keine Streitereien wegen irgendwelcher Mißverständnisse, doch kostet all das Geplänkel viel Zeit und Energie. Sicher, ich lese und schreibe ohnehin den ganzen Tag (ein Affront natürlich gegen alle rechtschaffenden Menschen, die mich ebenso natürlich mit Verachtung strafen, welche ich gehorsam entgegennehme und einlagere), doch das ins Netz Gestellte verschwindet wie In-den-Wind-Gesagtes. Der Einwand, es bliebe doch alles im Netz gespeichert, ist hanebüchen angesichts der Interesselosigkeit, die dem gegenübersteht. Das alles ist gut, zumindest für mich, denn ich möchte nichts anderes, als für mich arbeiten, mir meinen seelischen Lebensunterhalt selbst verdienen, nicht Arbeitstier sein, nicht Sklave, nicht Maschine. Wer meine Arbeit begleiten möchte, der tut dies auf seine Art, selbst wenn ich mit diesem Menschen über Fußball, Politik, die Prenzlauer Berge, Rennräder oder Qualitätsschuhe spreche – wie gesagt, es wäre zuviel verlangt, dies hier zu lesen.

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