Das Schreiben von Romanen (9)

Jetzt mal Butter bei die Fische! Will sagen, jetzt beginnt die Arbeit an meinem Roman noch befriedigender zu werden, denn nun fülle ich ihn auf, die Personen in ihm werden also zu Menschen, zu poetischen Ichs, wenn sie denn sollen (andere bleiben dagegen und im Kontrast dazu normativ), die Dinge bekommen Kontur, die Bewegungen werden stimmiger, die Bezüge werden deutlicher, die Präzision wird höher, alles wird lebendiger. Natürlich war (bis auf das noch nicht geschriebene vorletzte Kapitel) die Geschichte auch zuvor schon vorhanden, nun aber kommen Kleinigkeiten hinzu, weitere Gedanken und Dialoge, Reaktionen und Gefühlsäußerungen, kurz: das Leben selbst. Natürlich muß auch die Sprache noch weiter verfeinert werden, der Rhythmus muß stimmen, die Brüche im Ablauf müssen nicht nur mit, sondern auch in der Sprache vermittelt werden, und so weiter und so weiter. Bis Ende diesen Jahres sollte die Arbeit am Manuskript von meiner Seite aus „abgeschlossen“ sein, so etwas darf nicht ewig und drei Tage dauern, und außerdem muß ja auch der Prozeß des Lektorierens und der Herstellung noch draufgeschlagen werden. Und nicht zu vergessen: es köchelt bereits eine neue Idee, noch auf kleiner Flamme.

Nachtrag: Blogger:innen schreiben nicht nur im Netz, sondern auch auf Papier. Vor allem Bloggerinnen, wie es scheint, denn eine jener hat nun ihren ersten Roman herausgebracht. Alles zu Das Geräusch des Werdens finden Sie dort.

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