Dem Roman seine Überarbeitung XI

Tatsächlich seriös ist meine Überarbeitungsarbeit ja nicht wirklich! Ich bitte Sie! Quasi im Selbstauftrag jahrelang einen Roman zu schreiben ist nicht seriöser, als sich jahrelang einer Forschungsarbeit zu widmen, die niemand bestellt hat. Die „Welt“ reagiert auf so etwas entweder gar nicht, oder doch eher mit äußerster Zurückhaltung; erst wenn sie überhaupt nicht mehr anders kann, gibt es Geld, Ruhm und Preise. Das hat schon Sören Kierkegaard erkannt, doch leider finde ich die Stelle nicht, außer in meinem Kopf. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. In meinem Roman, ich bin bei Typoskriptseite 100, kommt es übrigens immer öfter auch zu sexuellen Handlungen, doch erwarten Sie bloß nicht, daß das die Hauptsache ist. Natürlich werden die Protagonisten älter, da bleibt das nicht aus. Auch vollzieht sich nun bald die erste wirklich nennenswerte, lebensentscheidende Reise, sie wird den einen Protagonisten in die Nähe des anderen bringen, ja sie werden sich sogar treffen, ohne jedoch einander zu diesem frühen Zeitpunkt schon zu erkennen. So schnell geht das eben nicht, es ist ein Roman und keine Kurzgeschichte, da mäandert es natürlich, selbst wenn die Lektoren der Publikumsverlage das nicht so gerne sehen. Doch warum sollte ich meinen zukünftigen Lesern etwas vorenthalten, was unbedingt dazugehört, selbst wenn es im Klappentext keine Erwähnung finden wird – sie werden mir schon folgen, da bin ich sicher.

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