Das Schreiben von Romanen (16)

Es ist ohne Zweifel eine spezielle Tätigkeit, dieses Schreiben von Romanen. Angeblich hat es ja fast jeder schon einmal versucht, ausgehend von der falschen Ansicht, daß das ja wohl so schwer nicht sein dürfte, denn schreiben kann man ja und Ideen hat man auch. Den Versuch, eine Symphonie oder eine Oper zu komponieren, starten so wohl auch vergleichsweise wenige Menschen, es gibt ja auch viel mehr Romane als Symphonien und Opern. Allen gemein ist jedoch das Erschaffen einer eigenen Welt, die aus gegebenen Bedingungen heraus frei zu formen ist, wobei man es mit der Freiheit nicht übertreiben sollte, siehe James Joyce‘ Finnegans Wake. Andererseits hat das Schreiben von Romanen auch etwas Spielerisches, und wer spielt, verliert sich schon mal darin, denn wie sagte schon Heraklit: „Das, was ist, zerstreut sich und tritt zusammen und geht heran und geht fort. (Fest ist nichts.)“ [B 91] Wenn das mal nicht der universelle Klappentext für praktisch jeden Roman ist, dann weiß ich es auch nicht!

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2 Responses to Das Schreiben von Romanen (16)

  1. Frix sagt:

    Mit der Freiheit soll man es immer übertreiben