Tropfen, die auf heiße Steine klopfen

Die Machtübernahme des dicken Verbrechers im Jahr 1982 war natürlich ein Schock für viele Menschen, der sechzehn Jahre nicht nachließ, woran nun zum dreißigsten Jahrestag der Bonner Ereignisse wieder erinnert wird. Nicht etwa, daß der heute so mythenumrankte Vorgänger des Dicken gute Politik gemacht hätte, doch der war wenigstens indirekt vom Volk bzw. von den Sozis im Volk gewählt. Überhaupt: das Volk, das deutsche! Nie wähltest Du richtig, doch Du wähltest, vor allem weil man Dir die Demokratie verordnet hat wie Medizin. Immerhin aber sägtest Du den Dicken dann endlich ab, allerdings Jahre zu spät, worauf das Schröder-Müntefering-Fischer-Regime installiert wurde, um dem Volk zu zeigen, daß beim Dicken nicht alles schlecht war, weil man sich da als Mensch noch durchwurschteln konnte, was natürlich heute den psychisch Stabilen auch noch gelingen kann, nur daß sich viele von denen, die nichts haben von den Errungenschaften der Zeit, nicht mehr als Menschen behandelt fühlen, vom Amt. Kann man nun die von oben gewollte soziale Kälte abwählen, nachdem man sie dummerweise gewählt hat? Schließlich gehen überall auf der Welt die Menschen zur Wahl, wenn sie können, teils unter Lebensgefahr, um teilzuhaben, teilzunehmen, um einen Dicken zu wählen, der ihre Geschicke lenkt und Schaden vom Volk abwendet, auf daß es jedem Einzelnen besser gehen möge. Auch wir, wir Deutschen, dürfen im nächsten Jahr wieder wählen gehen, jeder bzw. fast jeder hat eine Stimme, die er abgeben kann, wenn auch jetzt schon klar ist, wie das Medien-Theater enden wird. Revolutionäre Veränderungen sind jedenfalls weder zu erwarten noch zu wünschen, und ich selbst weiß auch noch nicht, was ich mit meiner Stimme machen werde. Ich überlege natürlich, ob ich sie nicht angesichts meiner Finanzlage vermieten oder verpachten sollte an einen solventen Mitbürger, der sicher froh ist, zwei Stimmen statt nur einer einzigen zu haben, selbst wenn das Ergebnis der Wahl 2013 schon feststeht – sicher ist sicher. Das wäre eine Win-Win-Situation, dem Solventen täte es nicht weh und sogar gut, während ich die finanzielle Grundlage schüfe, um weiter meine Arbeit tun zu können, Sie wissen schon, das Schreiben. Ich werde da mal was ausarbeiten, zum Wohle des deutschen Volkes selbstverständlich.

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