Dem Roman seine Überarbeitung XXIII / Abschluß

Von der ersten Idee bis zum Abschluß des Manuskripts am heutigen Tag sind nun ziemlich genau vier Jahre ins Land gegangen. Die ersten zwei der vier Jahre des Romanschreibens waren allerdings geprägt von der letzten Arbeitsphase der Doktorarbeit samt des aufwendigen selbst durchgeführten Lektorats, der Verteidigung und der Veröffentlichung. Alles tiefe Vergangenheit, jetzt! Nun also der Roman, etwa 440 Normseiten lang, der nun zunächst außerhäusig gelesen wird, bevor ich mich dann entscheide, auf welche Weise er das Licht der Öffentlichkeit erblicken soll. Nach einer kurzen Verschnaufpause, ich gebe mir morgen vielleicht mal einen Tag frei, geht es an andere Texte, die bearbeitet oder überhaupt erstmal geschrieben werden müssen, wobei es sich ausschließlich um literarische Texte handelt, denn wissenschaftliche Texte schreibe ich erst dann wieder, wenn sie auch bezahlt werden, sonst macht das keinen Sinn, selbst wenn sie gelesen werden. Ein neuer Roman spukt mir allerdings auch schon lange im Kopf herum, für den ich aber eine Menge werde recherchieren müssen, damit daraus eine lebendige Geschichte mit lebendigen Menschen wird. Ich freu mich schon drauf, wieder regelmäßig in der Staatsbibliothek Unter den Linden zu arbeiten, denn immer nur in der eigenen Buchte zu sitzen, kann einsam machen, aber hallo, schön ist das nicht, sag ich Ihnen, auch so als Warnung, denn das Romanschreiben muß man wirklich wollen, trotz aller Umstände. Da beißt die Maus kein‘ Faden ab.

 

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2 Responses to Dem Roman seine Überarbeitung XXIII / Abschluß

  1. Phyllis sagt:

    Lieber Norbert,
    herzlichen Glückwunsch erst einmal zur Fertigstellung! Aber schmal sind Sie beim Schreiben geworden! Falls das ein Selbstporträt darstellt. Ich schlage dringend vor, vor Inangriffnahme weiterer Langprojekte etwas Futter zu fassen!

    Sehr herzlich, Ihre
    Miss TT

  2. Danke, liebe Phyllis! Allerdings ist das kein Selbstporträt, sondern das erste Bild einer Reihe von Joyce-Bildern, die ich in meiner Dortmunder Zeit dann in einer nichtlegendären Ausstellung zeigte. Also keine Sorge, noch bin ich nicht vom Fleisch gefallen, das kommt erst im Winter.

    Sehr herzlich zurückgegrüßt!