Na also, Willi Winkler, geht doch!

Da habe ich den Willi Winkler doch letztens erst kritisiert wegen seiner Sülzerei, von wegen der dollen alten Zeiten mit seinen herrlichen Naivitäten. Heute aber zeigt sich auf der SEITE DREI der Süddeutschen Zeitung (Printausgabe, Freitag, 9. November 2012), daß der Willi eben doch ein guter Journalist ist, und von denen gibt es ja leider nicht viele. Jedenfalls schreibt er unter der Überschrift „Schon vergessen? – Am 9. November 1969 platzierten Anarchos in Berlin eine Bombe. Sie waren entschlossen, Juden zu töten. Teile der deutschen Linken fürchten diese Vergangenheit bis heute“ nun einen lesenswerten Beitrag, in dem auch die Protagonisten Erwähnung finden, die dann ordentlich Karriere machten und überhaupt hochangesehene Leute sind. Dieses Stück deutscher Nachkriegs-Geschichte wird übrigens bald verfilmt, mit Jürgen Vogel in der Rolle des Dieter Kunzelmann. Wollte ich nur mal anmerken. Ansonsten bleibt der Erzbetrüger Karl-Theodor zu Guttenberg in den USA, weil er da so glücklich ist, der Bundestags-Wahlkampf erzeugt erste Auseinandersetzungen im Parlament, obwohl der Ausgang der Wahl schon feststeht (Geht wählen, Leute, einer nach dem andern!), und das alleswährend ich, nachdem ich jahrzehntelang mit dem Buch nichts anfangen konnte, den Roman Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin lese. (Und, ja, ich spreche das Ö in Döblin lang aus, weil das so richtig ist, ihr Deppen!). So, und nun an Tagewerk.

Dieser Beitrag wurde unter NACHRICHTEN aus den PRENZLAUER BERGEN! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten auf Na also, Willi Winkler, geht doch!