Input, Output, puttputtputt

Ich wundere mich selbst, wie wenig mir einfällt. Im Moment wäre mir eher nach täglicher direkter und mündlicher Kommunikation bei Heiß- oder Kaltgetränken als nach dem unkontrollierten Hinausschleudern von Text, vor allem da ich ja an der Romanüberarbeitung sitze, die erst Ende Mai, Anfang Juni fertig sein wird, wenn alles klappt. Doch davon, vom Roman, kann ich nichts mehr berichten, denn dann müßte ich auch die immer komplexer werdenden Kontexte miterzählen, wodurch ich dann nicht mehr zum Arbeiten käme. Immerhin gibt es neue Pläne, von denen aber auch (noch) nichts zu berichten ist. Was also von sich geben? Einfallen tut mir, daß es jetzt, das ist vielleicht von Interesse, einen Wikipediaeintrag zu Katarina Botsky gibt, Sie erinnern sich sicher an den Novellenband, den ich hier rezensierte, und das ist ja durchaus nicht unwichtig, denn schon die nächste Generation wird sicher davon ausgehen, daß alles, was es gibt, im Internet zu finden und zu haben ist und dementsprechend alles andere gar nicht vorkommt – allerdings ist das dann auch die Chance, Dinge gut zu verstecken, indem man sie einfach nicht ins Internet stellt. Die übernächste Generation wird das aber wieder anders sehen, die finden das Zeuchs dann außerhalb, denn so ist der Lauf der Welt, rein, raus, zu viel, zu wenig, Massenware und Rarität, alles vor- und nacheinander und auch gleichzeitig. Wie schrieb ich mal in eines meiner Notizbücher: „Ein langweiliges Leben ist so aufregend, wie ein aufregendes Leben langweilig ist – man muß es nur zu gestalten wissen.“ Irgendwann tippte ich das mal in mein Buchstabenhackbrett und legte es dorthin ab, wo sich allerhand so Outputzeuchs findet, das dem Leser sein Inputzeuchs ist. Man tut eben, was man kann!


 

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