Empathietraining

Nur ganz kurz: die FAZ macht im Internet heute Kurzwerbung für einen Wissens-Artikel bzw. ein Wissens-Interview in ihrer Printausgabe. Wie Literatur hilft, Gedanken zu lesen, das die Überschrift – und darunter heißt es: „Wer gute Bücher liest, kann sich anschließend besser in andere Menschen hineinversetzen, schreiben Wissenschaftler in „Science“. Unsere Mitarbeiterin Ina Hübener hat mit den Sozialpsychologen aus New York gesprochen.“ Das hätte ich nie, nie, nie gedacht! Is that so! Was für eine Erkenntnis! Danke, liebe FAZ! Und natürlich danke, liebe Sozialpsychologen aus New York! Hoffentlich bekomme ich noch ein Exemplar am Kiosk – – – ich muß los!

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4 Antworten auf Empathietraining

  1. Hampelmann sagt:

    Nur ganz kurz:
    Dass Sie hier irgendwas daher-zusammen-fassen – das ist ja gar nicht schlimm. (Das müssen BWLer jeden Tag)
    Jedoch…
    Was wollen Sie damit?
    – Ihre eigene (fehlende) Folgerichtigkeit anklagen?
    Weil: Außer Anklage ist dem nichts abzugewinnen…
    – Belanglosigkeit aufzeigen:
    Weil: Es gibt ÜBERHAUPT NICHTS – der Gegenrede heftig zugewandt:
    Und was es gibt: Das ist natürlich SINNLOS!

    Um was geht es Ihnen denn – außer um (sehr zaghaften) Protest?

  2. Wissen Sie, es ist einfach nur komisch, mit welcher Ernsthaftigkeit in dieser Studie offensichtlich behauptet wird, man habe etwas quasi Neues herausgefunden. Als ich das sah, wollte ich einfach nicht alleine lachen und habe es, mit einer knappen Bemerkung versehen, verlinkt. Das ist alles. Oder gibt es etwa einen Leser guter Literatur, der das dort Behauptete nicht einfach weiß! Dafür braucht man keine Studien. Wer durch dichten Nebel geht und naß wird, weiß ja trotzdem, daß Wasser noch flüssiger ist.

  3. derdilettant sagt:

    Das Generieren von Pseudonachrichten scheint heutzutage journalistischer Alltag. Auch in der Medienwelt mündet der entfesselte kapitalistische totale Konkurrenzkampf am Ende in entropischen Brei. Man trifft sich eben ganz unten.

  4. Ja, der Journalist ist des Journalisten Wolf! Das Für-dumm-Verkaufen der Leser geht dabei einher mit dem Überschütten desselben mit Werbung für alles Neue und Bunte. Wehren kann man sich dagegen kaum, es sei denn, man schaltete ab. Aber selbst das Abschalten wird ja beworben.

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