Hipstern auf die Fresse, bis sie lachen und dann weil sie lachen?

Da draußen ist Dauerregen, nur um das mal klarzustellen, vom Plattenteller her kommt ein Millionenspiel, das einigen Zeitgenossen schon zu intellektuell ist, vielleicht wegen der Flöte, die irgendwann einsetzt. Aber egal! Die Frage, die ich mir stelle ist die, ob Berlin grad eben untergeht, nachdem das OST vom Dach der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz verschwunden ist und gestern auch fast das Räuber-Rad vor der Volksbühne, während der Vorstellung. Und ob wir gegen die Hipster, in früheren Zeiten Stutzer genannt, seltsame Mischwesen, spießig, schmarotzernd, humorlos, hässlich, blöd und ungebildet, nur eine Schlacht verloren haben oder gleich den ganzen Krieg? Aber kann man gegen die Zivilarmee der internationalen Kulturschickeria überhaupt Krieg führen? Ludwig Börne, Karl Marx und im Grunde auch alle anderen, die sich um das soziale Miteinander Gedanken gemacht haben, sprachen sich immer eindeutig für Gewalt aus, um die Verhältnisse zu ändern – sollte man da heutzutage angesichts der geschickt verschleierten neoliberalen Gewaltstruktur nicht etwa auch mal ordentlich zurückschlagen? Allerdings ist Gewalt hässlich. Und was ist, wenn diese Hipster innen nur aus Drähten bestehen und ihre hässlichen Bärte aus Polyester? Für Sachbeschädigung sind die Strafen in Deutschland ja ungleich heftiger als für Körperverletzung. Was also tun, Kinders? Ich würde sagen, friedlich bleiben, Leute, denn unsere Kultur ist die bessere, die stärkere, die schönere, die menschlichere, die wertvollere und überhaupt die weitaus höher entwickelte, und vielleicht nimmt sich der ein oder andere da unten mal ein Beispiel an uns, schön wärs und man soll ja die Hoffnung auch in Zeiten des kulturellen Niedergangs nie aufgeben. Das dazu!

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