Zehn Jahre „Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen!“ Hip hip hooray!

Dieses hier ist der 750ste Beitrag in den Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen! In zehn Jahren. Macht im Durchschnitt 75 Beiträge im Jahr. 6,25 im Monat. 1,5 in der Woche. 0,2 am Tag. 0,008 in der Stunde. 0,00014 in der Minute. 0,00000237 in der Sekunde. So die Zahlen. Ein durch die Umstände erzwungener Blick in all das Geschriebene aus den besagten zehn Jahren, strikt nach dem Zufallsprinzip, offenbart mir aber Wesentlicheres, nämlich die Erkenntnis, es keinesfalls mit mir bekannten Texten zu tun zu haben, sondern zumeist mit solchen, an die ich mich allenfalls vage erinnern kann, wenn überhaupt. Die muss wohl ein früheres Ich von mir geschrieben haben. Sehe ich mir allerdings Beiträge an, die kommentiert worden sind, so stelle ich fest, dass ich mich an diese nämlich ein klein wenig besser erinnere, woraus zu schließen wäre, alles Nichtkommentierte auch einfach löschen zu können, liest ja eh keiner mehr, nicht mal der Nachkomme seiner selbst, also ich als das jeweilige Jetzt-Ich. Ein paar Beispiele für vollkommen Vergessenes? NEIN! Gucken Sie doch einfach selbst in die Archive der NACHRICHTEN aus den PRENZLAUER BERGEN. Sie werden Ihren Spaß haben, sich ärgern, etwas lernen können oder auch, Lesen ist nie ungefährlich, etwas vergessen von dem, was Sie selbst vor der Lektüre noch wussten. In solch einem Fall des Vergessens hilft dann nur noch lautes Rückwärtslesen, das ist und bleibt die beste Methode, analog zu derjenigen, stets an den Ort zurückzustiefeln, an dem man noch wusste, was man andernorts zu tun haben würde. Am besten ist es natürlich, Sie legen sich selbst ein Archiv zu, so wie ich das getan habe seit dem 1. September 2009, und wären somit in der Lage, in sich selbst als einem früheren Ich herumzustöbern, auf dass nichts, so denn gewollt, dem Vergessen anheim falle. Allerdings, das sei zugegeben, tue ich selbst das wirklich so gut wie nie – denn ist Schreiben nicht zuvörderst aktives Vergessen, so frage ich, ein Ablegen von Gedankengut, eine immer mal wieder notwendige Häutung?! Es sieht mir ganz so aus!

Kein Schwein. Norbert W. Schlinkert 2019.

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