Dezemberbrief/1 (2011)

Es wird jedes Jahr besinnlicher, weiß Gott. Schließlich kann auch Weihnachten nicht so bleiben, wie es ist. Wer hat den größten Weihnachtsbaum, den größten Weihnachtsmarkt, wo sind die Konsumenten am glücklichsten, das sind die Fragen. Die Verzweiflung müßte also wachsen, könnte man meinen, doch weit gefehlt. Überall plappern Menschen in ihre Handys Erfolgsgeschichten hinein, dies gefunden, das bekommen, und wenn sie nicht versehentlich den Falschen anrufen, führt am Ende all das Suchen, Planen und Koordinieren zu allerlei Glücksmomenten. Doch starten die ersten Tauschbörsen nicht schon am Heiligabend? Das hätte man früher mal versuchen sollen, dem Weihnachtsmann ein Geschenk zurückgeben und ein anderes haben wollen! Überhaupt: Fährt der Weihnachtsmann jetzt eigentlich hauptberuflich diesen Laster von Coca-Cola? Und was macht das Christkind denn zu Weihnachten? Gut, die halbe Arbeit machen wie dazumal geht natürlich nicht mehr von wegen Kinderarbeit und so, da ist man heute strenger als früher, und das ist auch gut so. Die Zeiten nämlich, die ändern sich, es wird alles immer schöner und besser, besonders Weihnachten. Das ist, wie es so schön heißt, alternativlos. Basta.

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