Der Blogger ist dem Blogger ein Wolf

Nicht etwa, dass Sie, geneigte Leserinnen und Leser, befürchten sollten, es täte sich nichts mehr im literarischen und kulturwissenschaftlichen Universum des Norbert W. Schlinkert, mitnichten, mitnichten … Nur dass sich im Moment das Wichtige eher analog abspielt, denn es geht um die Veröffentlichung gleich mehrerer Texte bzw. Textsammlungen, und da ist einiges zu besprechen und zu tun, ganz gleich, ob die Sache schon fest zugesagt oder noch in der Schwebe ist. Zudem ist im Herbst ein Vortrag zu halten zu der Aktualität des 1957 erschienenen Romans ÄRGERT DICH DEIN RECHTES AUGE von Heinrich Schirmbeck (1915 – 2005), wobei sich das Sprechen darüber naturgemäß nicht in einer Aufzählung von Fakten erschöpfen darf oder dem Zitieren passender Textauszüge, sondern das Thema als Ganzes zu behandeln hat: was macht einen literarischen Text aktuell?! Je aktuell ließe sich gleich hinzufügen, womit eine erste Charge der Beantwortung schon geliefert ist. Den Prozess des Erstellens eben dieses Vortrages (mutmaßlich im Juli, August) werde ich in jedem Fall hier auf meiner Website dokumentieren und dann auch gegebenenfalls mit Ihnen diskutieren, sachlich diskutieren, denn ich mache durchaus keinen Hehl daraus, wie sehr mich manchmal die Art und Weise stört, wie es sprachlich und inhaltlich im Netz zugeht, nämlich entweder übertrieben süßlich-nett oder (ebenfalls übertrieben) arrogant-aggressiv-grob – nicht selten hinderte mich die Aussicht auf nichtadäquate Reaktionen doch tatsächlich am Erstellen eines Blogbeitrages, das gebe ich offen zu. Aber was will man machen, das Internet ist immer noch in einer Art vorstaatlichen Phase – Thomas Hobbes würde heutigentags dazu wahrscheinlich sagen, „der Blogger ist dem Blogger ein Wolf“. Aber was soll’s, aufgeben gildet nicht, es wird weiterbeackert.

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