Archiv des Autors: Norbert W. Schlinkert
Texte ins Nichts I
Übersteigerter Ehrgeiz und anspruchsvolles Arbeiten scheinen sich in dieser unserer, neoliberalen, scheindemokratischen Gesellschaft gut ergänzen zu können, doch dies ist ein Irrtum. Ein jeder möge sich die entsprechenden Belege dafür aus dem eigenen Fach-, Berufs- oder Interessensbereich ins Gedächtnis rufen: … Weiterlesen
„Ein Künstler ist nicht beschränkt. Ein Künstler ist grenzenlos.“
Die alarmierenden Meldungen, dass da draußen kaum ein anspruchsvolles Lesepublikum übrig sei und es zudem auch noch in naher Zukunft ganz aussterben werde, sind grad in Mode in den Zeitungen. Leider aber scheinen sie die Wahrheit zu beleuchten. (Ich merkte … Weiterlesen
Mal zwischendurch was anderes, und zwar aus dem Bereich des Elitarismus und der Irrelevanz
Der Schriftsteller Felix Philipp Ingold hat in der Neuen Zürcher Zeitung etwas zum Besten gegeben, über das ich auch lange schon nachgedacht, es mangels Fleißes aber nicht verschriftlicht habe. Warum auch, dachte ich immer wieder, interessiert ja doch keine Sau. … Weiterlesen
Ankündigung: sukzessive Online-Veröffentlichung meines Romans „Ankerlichten“
Anlässlich meines zweiten Aufenthaltsstipendiums im Künstlerdorf Schöppingen, der erste Aufenthalt dort fand 2010 statt, präsentiere ich meinen damals begonnenen und inzwischen fertiggestellten Roman Ankerlichten oder: Des Herrn Daubenfußes Rache aus meinem Nachlass zu Lebzeiten heraus online auf dieser meiner Website. … Weiterlesen
„Bin doch schon bei meiner Lebzeit gestolpert mitten im Höllenritt“ – Peter Baums Novellen
Peter Baum: Im alten Schloß. Novellen. Mit einem Essay herausgegeben von Martin A. Völker Rezensiert von Norbert W. Schlinkert Der Novellenband Im alten Schloß von Peter Baum (1869–1916) erschien 1908 in Berlin bei Paul Cassirer. Die sechs Novellen, nun im … Weiterlesen
Die Schwammintelligenz als solche
Es wird höchste Zeit (früher sagte man höchste Eisenbahn), mit einigen ganz offensichtlichen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit zu gehen, und sei sie (sei sie – wie süß!) auch noch so klein. Es geht um die sogenannte SCHWAMMINTELLIGENZ. Ein Thema, dass … Weiterlesen
Das Kapital, schon immer, und nix als das Kapital. Oder: Hiob und Marx.
Ludwig Feuerbach schreibt in Das Wesen des Christenthums folgendes: „Die Religion, wenigstens die christliche, ist das Verhalten des Menschen zu sich selbst, oder richtiger: zu seinem Wesen, aber das Verhalten zu seinem Wesen als zu einem andern Wesen. Das göttliche … Weiterlesen
Der überaus dienstbare (und sich gegen jedes Beenden wehrende) Skype Translator – ein Mensch-Maschine-Poem. Oder: Aber die Mäuse müssen wir verstehen, dass du der Rücken bist.
Hallo. Nein. Er ist. Business Englisch zu sehen, was ist der Stachel. Es ist zurück, aber meine Ansicht. Contact Studios. Hilfe. Siehst du das. Simat Schwedisch. Rufen Sie mich an. Aufruf. Mikrofon stumm schalten. Nicht verwendetes Mikrofon. Und so die … Weiterlesen
Gerhard von Amyntors „Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus“ (1881), neu herausgegeben und mit einem Essay versehen von Martin A. Völker
Um 1880 herum verstärkten sich im politischen Getriebe des Kaiserreichs die nationalistischen und antiliberalen Tendenzen. Offene Zurschaustellungen von Judenhass waren ebenso an der Tagesordnung wie immer häufiger en passant auftauchende antisemitische Ressentiments in Form von Redewendungen und vermeintlich harmlosen Zuschreibungen. … Weiterlesen
Wintergast im Flur
Seit ’ner Weile schon empfängt mich im Treppenflur ein Wintergast, der wie wir alle zum Lichte strebt, genauer gesagt zur Treppenhausbeleuchtung hin. (Ob er darüber gestorben ist?)