Hej, hej (Gedicht)

Hej, hej

Hej, hej, du kleine Ratte,

du bist so wichtig und so reich,

was thronst du auf der Yoga-Matte,

als seist Du König oder Scheich.

 

Hej, hej, du kleines Luder,

du lässt dich gerne auch hier sehn,

denkst gewiss, du seist am Ruder,

am Ende gar schon Kapitän.

 

Hej, hej, ihr beiden Nobelfressen,

da geht’s lang, adieu ihr Zwei,

ihr seid Gezücht gar zum Vergessen,

husch, husch, sonst haun wir euch zu Brei.

 

Hej, hej, ihr asozialen Blasenaffen,

nur neo seid ihr, niemals liberal,

wir sind dabei euch abzuschaffen,

mit den Waffen unsrer Wahl.

 

Hej, hej, ihr dummen Angepassten,

was ihr Erfolg nennt ist nur Geld,

ihr könnt nicht ruhen und nicht rasten,

bis ihr die Reichsten auf der Welt.

 

Hej, hej, ihr aufgeblasnen Wichte,

Zaster nur und Zinsen sind euch Sinn,

doch genau betrachtet und bei Lichte,

macht das am Ende Null Gewinn.

 

Hej, hej, wer kommt denn da so angewinselt,

ihr würdet lernen, sagt ihr, aus den Fehlern,

schon seid ihr ganz und gar mit Teer bepinselt,

und da ist ja auch der Sack mit all den Federn.

 

Hej, hej, ihr Göttermenschen neoliberalster Weise,

die Menschheit dankt euch in besondrer Art,

mal echt ’ne andere Art von Götterspeise,

ein echter Gaumenschmaus ihr ward.

 

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