Zeichen der Zeit / A

Aja

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Sicher nur ein Scherz, oder?

Der Friedensnobelpreis für die EU? Wenn das nicht der Beweis ist, daß Eulenspiegel lebt, was dann! Oder verdient der korrupte Sauhaufen in „Brüssel“, denn nur die da fühlen sich angesprochen und ausgezeichnet, diesen Preis wirklich – und wenn ja, für was? Und wäre es nicht eigentlich angemessen gewesen, der Welt den Friedensnobelpreis zu verleihen? Oder gleich dem ganzen Universum? Wahrscheinlich nächstes Jahr!

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EIN JAHR Nachrichten aus den Prenzlauer Bergen! als BLOG

Kein Grund, einen Kuchen zu köpfen, ein Glas Sekt zu öffnen oder ein Resümee zu ziehen, finde ich. Zu konstatieren ist jedoch, daß sich meine Schreibe seit dem 11. Oktober 2011 durchaus verändert hat, einfach wegen der Möglichkeit, eine Reaktion auf das Geschriebene zu bekommen. Vor der Umstellung schrieb ich fortlaufende Briefe, so daß es am Ende des Monats also nur einen Eintrag gab, während ich dann im Blog fast täglich Einträge ins Netz warf und mich auch an eben dies gewöhnte. Jetzt muß ich mich allerdings wieder daran gewöhnen, mich auf der Website zurückzunehmen, um meine Energie in das Verfassen eines neues Großtextes zu stecken, der nicht zuletzt für ein Weilchen meinen Lebensunterhalt sichern soll. Es wird also hier ein wenig weniger werden, nehme ich an, doch da mein Blog weder ein Publikumsblog ist, der sich mehr oder weniger direkt an die lieben Leserinnen und Leser richtet, noch ein Werbeblog für meine schriftstellerischen Ergüsse, wird dies keine bedenkenswerten Auswirkungen haben, es sei denn, meine Artikel würden dadurch auffallend besser oder auffallend schlechter. Wir werden sehen!

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Nanünana

Seltsam, aber so steht es geschrieben. So endeten immer die Gespenstergeschichten-Groschenromane, von denen ich in ganz jungen Jahren mal zwei oder drei oder vier oder fünf, was weiß ich, gelesen habe, die ich dann aber nicht mehr las, weil ich schnell erkannte, wie schlecht geschrieben die Dingerchen sind. Ich stieg um auf E. A. Poe, H. P. Lovecraft und Bioy-Casares und habe es natürlich nicht bereut, auch wenn das Genre der phantastischen Literatur mich nicht wirklich dauerhaft packte, denn es erschien mir trotz seiner geradezu unendlichen Möglichkeiten in sich begrenzt zu sein. Ich denke, man muß als Autor der Literatur etwas hinzufügen, was natürlich nicht heißen darf, das Gelesene aussparen zu müssen – Remakes sollte man allerdings nicht produzieren, finde ich. Wie kam ich drauf? Nunja, mir fiel dieser Groschenromansatz ein, worauf ich in Gedanken verwundert und sirenenhaft Nanünana ausrief, so als führe ein Polizeiauto durch meinen Kopf, und dann mußte ich das eben aufschreiben. Sorry! Nanünana, nanünana …

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Alle Wege führen nach Rom

Irgendwo las ich letztens, die Römer hätten jahrhundertelang gar nicht bemerkt, daß sie untergegangen waren. Das sollte zu denken geben, finde ich.

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Kalif anstelle der Kalifin

Die Hofberichterstattung zur Bundestagswahl läuft fast schon auf vollen Touren, denn nun ist klar, daß ein gewisser Steinbrück Kalif anstelle der Kalifin werden will. Das geht jetzt noch gut ein Jahr so bis zur Wahl, dann wählen die, die es nicht lassen können, ihre Partei und ihren Kandidaten, damit es am Ende wieder eine Regierung gibt, die den Lobbyisten Gehör schenken kann. Im Moment scheinen sich nun einige etwas davon zu versprechen, dem Kanzlerkandidaten der Sozen vorzuwerfen, daß er für Geld Vorträge hält. Lachhaft, das, denn soll er das etwa umsonst machen? Der Kerl ist doch kein Künstler oder Geisteswissenschaftler, sondern ein erfolgreicher Geschäftsmann! In diesen Kreisen der ministrablen Damen und Herren, der Sozenbartaffe aus den Prenzlauer Bergen spricht ja immer von der politischen Klasse, ist das alles Gang und Geben bzw. Nehmen, die tun sich alle nichts. Natürlich kann ich von einem einzigen der hohen Rednerhonorare des Herrn Steinbrück (von denen der Herren Schröder und Fischer ganz zu schweigen) nach Steuern ein Jahr gut leben, doch was heißt das schon, ich könnte auch ein Jahr von dem selben Geld gut leben, wenn es anders verdient wird. Geld ist Geld. Was soll man dazu sagen – es ist alles immer das selbe Schauspiel, same procedure vor jeder Bundestagswahl, und es ist grauenvoll langweilig. Am besten ist es wohl, ich verzichte nach Ablauf meines Mini-Abos auf das weitere Lesen von Tageszeitungen, kann ich mir eh nicht mehr leisten, und lese einfach mehr Bücher, wenn es sein muß auch solche, die ich schon einmal gelesen habe, denn das macht wenigstens Sinn. Und darum geht es doch wohl eigentlich, um Sinn – oder?

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Was ist der Mensch, wenn nicht ein heikles Thema?

Was unterscheidet den Menschen von, sagen wir mal, einer Gewindestange? Nun, da wären solche Dinge wie Empathiefähigkeit, das Denkvermögen, die Phantasie, zu Fuß von einem Ort zum anderen gehen oder sogar schwimmen zu können, Essen, Trinken und Verdauen, und so weiter und so weiter. Darüberhinaus hat ein Mensch ganz naturgegeben einen Sinn für Ästhetik – und er hat: Humor! Oder andersherum gesagt, ein Gewindestange mit Humor kann man sich mittels seiner Phantasie zwar vorstellen, doch in Wirklichkeit ist es so, daß eine Gewindestange niemals lacht, nie! Pfiffige fragen jetzt natürlich, was denn mit den berüchtigten humorlosen Menschen ist, denn die lachen ja auch nie, obwohl sie essen, trinken und verdauen – was machen wir denn mit denen? Stellen wir sie in eine Reihe mit den Gewindestangen? Das wäre fürwahr ein komischer Anblick, und wer weiß, vielleicht würden sogar all die Gewindestangen in Lachen ausbrechen, ganz gleich, wie lang sie sind, also die Humorlosen, und welchen Durchmesser sie haben. Was also tun? Den Humorlosen das Menschsein absprechen? Das wäre nicht nur nicht witzig, sondern geradezu humorlos, da können wir uns ja gleich dazustellen! Überhaupt sollte man seine Mitmenschen nicht stigmatisieren, selbst wenn sie uns das Leben vergällen, indem sie uns wütend machen, weil sie immer so verdammt humorlos sind. Wie sich retten? Gibt es Witze über Humorlose? Kaum denkbar, denn ein Witz lebt von der Erwartungshaltung und dem Brechen derselben, doch was soll man von Humorlosen schon erwarten und wie das dann brechen? Kommt ein Humorloser zum Arzt … ach was, das geht nicht, außerdem gehöre ich zu der ersten Generation nach dem Krieg, die mit Witzen nichts anfangen kann, wahrscheinlich wegen der Generation von Witzbolden, die im Fernsehen Ost und West diese grausigen Witze erzählten und spielten, oGottoGottoGottoGotto, war das schrecklich, wenn ich da nur an diesen Rudi Carrell aus Holland denke, über dessen Kalauer hätte ich nicht mal für Geld lachen können – das war sicher die Rache der Holländer wegen des Überfalls, so wie dieser Wolf Biermann von der DDR geschickt worden ist, Westdeutschland völlig zugrunde zu richten mittels schreiend schlechter Texte und schreiend fürchterlichem Gesang und grausiger Klampferei (man hätte dem aus ästhetischen Gründen die Einreise verweigern müssen!), obwohl den Humorlosen lustig spielen konnte immerhin Louis de Funes, aber der war ja auch Franzose und ein Verwandter von Moliere, so wie Loriot in seinen besten Stücken ein Verwandter von Monty Phythons war, aus deren besten Stücken die Humorlosen ja auch nicht wegzudenken sind – heureka, jetzt habe ich’s: es gibt die Humorlosen nur deswegen, damit die Menschen mit Humor ihren Spaß mit ihnen haben können! Und das tut denen noch nicht mal weh, denn die wissen ja gar nicht, wie ihnen geschieht. Geschieht ihnen recht, finde ich!

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Hedonismus ist nicht das Ende der Fahnenstange …

… Hedonismus ist die Fahnenstange selbst, und an der hängt so einiges. Natürlich muß man differenzieren zwischen komplett hirnlosen Hedonisten und den wenigen scharfsinnigen Hedonisten, so wie man zum Beispiel auch zwischen komplett hirnlosen Linken und scharfsinnigen Linken unterscheiden muß, was ja alles nicht weiter schwerfällt, denn man erkennt die Dummen, Doofen und Gefährlichen immer am Blick, noch bevor sie das Maul aufgemacht haben. Dabei müssen die Dummen, Doofen und Gefährlichen keineswegs böse Menschen sein, so lange sie Arbeit und Freizeit und Geld und Unterhaltung haben, was allerdings in unserer Wohlstandsdemokratie nicht für alle gewährleistet ist. Es kommt bei den ganzen Lebensangelegenheiten selbstredend immer auf das Maß und die richtigen Zutaten an, wobei jede Art von Ideologie von vornherein und überdeutlich auch für diejenigen Zeitgenossen als falsch zu erkennen wäre, die es vehement ablehnen, aus der Geschichte zu lernen. Doch der Mensch ist nun mal ein Herdentier, er braucht sein pupswarmes Nest, seinen Verein, seine Partei, seine Kirche, seine Sekte, und wie soll man dann noch selbst denken wollen, wenn man dafür womöglich aus dem Nest gestoßen wird als ein Beschmutzer und Schädling und Abartiger, ja, da läßt man das doch lieber sein, vor allem, weil man so auch viel besser zu Geld und Ruhm und Macht kommen kann, mithin eine der besten Voraussetzungen, seinen Hedonismus ausleben zu können, so wie damals, in der Nachkriegszeit – hach, das soll ja so schön gewesen sein …

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Mit Qualität läßt sich kein Geld verdienen

Das klang wie ein bitteres Resümee. Ich fragte, was sich denn dann mit Qualität verdienen ließe, wenn schon kein Geld, worauf er sagte, ein gutes Gefühl könne man gewinnen, weil man alles gegeben habe. Aha, sagte ich und war dann froh, als seine Frau zu uns stieß und ein anderes Thema mitbrachte. Sicher wollte sie mich retten und tat es ja auch, trotzdem aber bleibt so ein Satz natürlich hängen, weil er in bestimmten Bereichen sicher stimmt. Doch was ist Qualität? Ein nichtsubventioniertes Musical, so viel ist jedenfalls klar, muß in vielerlei Hinsicht von hoher Qualität sein, um die Massen zu begeistern und ordentlich Geld einzuspielen, während eine Oper, mit der heutigentags unmittelbar kein Geld zu verdienen ist, ebenso von hoher Qualität sein muß, um das Opernpublikum zu begeistern. Und gilt das nicht auch in ähnlicher Weise für die Literatur, daß nämlich der dickwälzige Trivialschmöker seine Schmökerqualität hat, die dann das Geld bringt, während der künstlerisch hochwertige Roman nicht die Massen, sondern nur einzelne Leser begeistert, ohne daß dabei ausreichend Geld fließt? Darüber hätte man sicher trefflich diskutieren können, doch zum Glück ging dieser Krug ja an mir vorbei und schüttete sich aus, irgendwo im Garten – vor Lachen wahrscheinlich!

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Übung macht den Meister

Ohne die Arbeit am Roman fühle ich mich irgendwie alleingelassen – so als sei die Karawane ohne mich weitergezogen und die Party fände jetzt in einer anderen Oase statt. Außerdem habe ich nun, wo die komplexe Romanwelt nicht mehr unmittelbar Teil meiner eigenen Welt ist, wieder viel mehr Gelegenheit, über die sonstigen Probleme nachzudenken, die nach wie vor zu lösen sind, und das ist belastend. Das Zeit-Geld-Problem steht wie immer an erster Stelle, wobei ich klar sagen muß, daß ich durchaus Zeit habe, aber leider kein Geld zum üben, wie mit Geld umzugehen ist. Wer also etwas übrig hat, kann mir das kostenlos zur Verfügung stellen, er bekommt es auch garantiert nicht zurück, denn ich wüßte schon, in was ich es investiere.

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