Archiv der Kategorie: NACHRICHTEN aus den PRENZLAUER BERGEN!

Lyrik lesen (IV): Günter Abramowski

altmännerherbst ich hab das haus das ich mir wünschte aufgegeben es wurde lästig ich hab es angegähnt da flogs aus meinem mund ich wandre aus hinein in eine dunkelblaue welt ich geh der abendsonne nach unfassbares leuchten auszuleben die sinne … Weiterlesen

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Totentanz

Er taumelt ein wenig, für einen Moment musste ihm schwindelig geworden sein, dann sagte eine weibliche Stimme Bist Du nicht der Kerl, der sein Auto sucht, gefolgt von einem Hollaholla, nicht so stürmisch, andere müssen dafür bezahlen. Dann schon hört … Weiterlesen

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Prosagedicht VI / Blutpfützen

Blutpfützen Kurz dachte er daran, die Schuhe auszuziehen, unten noch auf dem Trottoir. Doch er könnte auch, fiel ihm ein, oben in seiner Wohnung das Blut aus den Schuhen schütten.   Abends schütteten alle immer das Blut aus ihren Schuhen. … Weiterlesen

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Was tun?

Was tun? Während da draußen die Welt runtergewirtschaftet wird, und zwar nicht einmal im wirtschaftlichen Sinne, sitze ich drinnen und schreibe und überarbeite Texte. Das ist ein wenig so, als beugte ich den Nacken, um es dem Henker leichter zu … Weiterlesen

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Das Jahr der Rampensau

Ach, wissen Sie, ich finde es ja auch ungerecht von mir, so vieles als langweilig zu empfinden. Vor allem mein eigenes Nachdenken über die Wiederholung als solche hängt mir zum Hals raus. Auch wenn das allein mein Problem ist, schon … Weiterlesen

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Das poetische Ich und der Urknall desselben

Mit ungeahnter Plötzlichkeit war sie da, die Möglichkeit und damit die Wirklichkeit des poetischen Ich. Die Perpetuierung dieses neuen irdischen Seins wird, einmal angestoßen, nicht wieder, so wenigstens sieht es zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus, zu beenden sein. Es … Weiterlesen

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Never drive a car when you’re dead

Was wollte uns Tom Waits mit dieser Textzeile sagen? Never drive a car when you’re dead? Mysteriös! Die Zeile zuvor lautet: „Never trust a man in a blue trench coat“ – womöglich gibt das Aufschluss. Nein, auch nicht? Gut, lassen … Weiterlesen

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Ich habe nichts zu erzählen, also muss ich mir was einfallen lassen

Autoren und Autorinnen, denen die eigene Geschichte oder die der eigenen Familie gleichsam an den Fußsohlen klebt, können sich vielleicht gar nicht vorstellen, was es heißt: sich so richtig was einfallen zu lassen. Ich habe mir zum Beispiel auf Grundlage … Weiterlesen

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Was ist ein Diskurs?

Ein oder gar der Diskurs ist naturgemäß zunächst immer eine unklare Angelegenheit. Ein trübes Gewässer mit einer ungewissen Tiefe. Einer ungewissen Ausdehnung. Ein Fließen, in welche Richtung auch immer, macht den Diskurs nicht klarer. Um klar Fassbares dem Diskurs entnehmen … Weiterlesen

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Prosagedicht V / Augentropfen

Augentropfen Früher, da weinte sie gerne ins Spülwasser. Dann kaufte er ihr eine Spülmaschine. Seitdem ködert sie ihre Tränen ohne ihn.                                       … Weiterlesen

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