Winter, Broch und Vergil

Der lange, schreckliche Berliner Winter schickt seine Vorboten voraus, und dabei wird es erst Herbst dieser Tage. Zum Glück befinde ich mich seit etwas mehr als zwei Jahren ohnehin in überwiegend schwermütiger Stimmung, da läßt sich auch mieses Wetter gut ertragen, nicht zuletzt auch durch einfaches Gehen, Spazierengehen. Auch sind die Prenzlauer Berge nun bald befreit vom allzu massenhaften Angestelltengeschmeiß aus aller Herren Länder, die hier sommertags die Wege verstopfen und abends fressend und saufend und grunzend in den Straßen hocken. Hocken sie eben wieder als Lohnsklaven in ihren Büros und vermehren dort das Unheil der Welt – Hauptsache, sie sind mir aus den Augen! Man stelle sich vor, es gäbe ganzjährig diese Massenaufläufe! Doch das richtige Maß wird sich ohnehin nie für lange einstellen, nur für kurze Zeit wird es uns immer wieder mal die Ehre geben, das ist alles, was wir hoffen können. Zum Glück rege ich mich nicht wirklich auf, zum Glück kann ich es oft lange in meinem Bergfried aushalten, zum Glück habe ich die Literatur, die mich immer wieder und seit je her, ja! – rettet. Im Augenblick lese ich übrigens von Hermann Broch Der Tod des Vergil, was unbedingt laut zu lesen ist seiner unglaublichen Musikalität wegen, seiner unglaublich schönen, langen Sätze wegen, kurz: seiner ganz und gar betörenden Sprache wegen. Jedem sehr geübten Leser zu empfehlen, wenn auch ausschließlich diesen. Nicht alles dient der Masse.

Herbstlicher Balkonblüher, Norbert W. Schlinkert

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Kreuzweise

Es ist nicht egal, wie es weitergeht! Natürlich falle ich nicht auf das Gesülze derjenigen Zeitgenossen herein, die behaupten, sie täten alles für die nachfolgenden Generationen, da lachen ja die Bio-Hühner, dennoch aber mache ich mir Gedanken, wie eigenständig denkende und eigenständig handelnwollende Individuen die nächsten Jahrzehnte überstehen sollen – als Menschen wohlgemerkt, nicht als Marionetten der Industrie. Als Erstes habe ich für mich entschieden, nicht von Idioten regiert bzw. verwaltet werden zu wollen, woraus folgt, daß ich eben auch keine Idioten wähle. Gewählt habe ich aber, gegen alle Wahrscheinlichkeit, nun also doch, per Briefwahl natürlich, und zwar DIE PARTEI, mit beiden Kreuzen. Das Schöne an dieser Partei ist, daß die einem nach der Wahl die Stimme zurückgeben, formloser Antrag genügt. Natürlich muß ich an dieser Stelle anmerken, daß ich mich persönlich für witziger halte, als es DIE PARTEI jemals wird sein können, auch lache ich nur in Ausnahmefällen über das, was andere verzapfen, denn wer lacht, ordnet sich unter – alte Weisheit der Psychos. Demzufolge lache ich auch nicht über die Merkel und auch nicht über den Friedrich und auch nicht über den Pofalla, denen kommt man so nicht bei, einmal ganz abgesehen davon, daß mich deren Gebaren eher anekelt und angesichts allerlei Assoziationen schaudern läßt. Die stumme Mehrheit allerdings scheint die Bande mindestens für nicht so schlimm zu halten oder sogar für gut zu befinden, was mich messerscharf schließen läßt, daß eben diese Menschen alle Profiteure sind oder es zu sein glauben – oder eben einfach nichts zu verbergen haben. Woher ich das weiß? Zum einen gibt es dazu Umfragen des Propagandaministeriums, zum anderen haben wir Intellektuelle, Künstler und Sozialschmarotzer so was im Urin – wir spüren das einfach. Was leider auch zu spüren ist, ist das weitestensverbreitete Desinteresse an Fragen, die nicht mit dem eigenen Geldbeutel zusammenzuhängen scheinen, Waffenexporte, Menschenquälerei, Tierquälerei, Datenschutz, Geheimdienste und so weiter – da ist sich der gemeine Mensch selbstredend selbst der Nächste, klar: wo kämen wir denn sonst hin? Das ist die Frage! Ich für meinen Teil plane im Stillen die Auswanderung in ein Land, wo die Merkel nicht von Wahlplakaten herunter ihre Botschaften verbreitet. So weit ist es schon gekommen.

Wohin nur mit den Händen beim Verfertigen der Gedanken?

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Machtspielchen, Respektlosigkeit, Häme & Neid

In Wahlkampfzeiten sind alle immer so gereizt – und Wahlkampfzeiten sind ja relativ oft. Allerdings ist es ja nicht so, daß plötzlich ein jeder Mensch entdeckt, wie überaus wichtig er und seine Stimme ist – ganz im Gegenteil, sehr viele bemerken jetzt bei der Bundestagswahl, wie sehr sie nur Teil der Masse sind. Meine Stimme, so überlegen manche ganz richtig, ist nur ein Zweiundsechzigmillionstel der Entscheidung, ich bin nur Einzweiundsechzigmillionstel der Wahlberechtigten! Da muß man doch die Krätze kriegen, da muß man doch vor Machtlosigkeit geradezu implodieren! In der Akademie der Künste in Berlin wurde dementsprechend letztens während einer Podiumsdiskussion dazu aufgerufen, doch wenigstens ungültig wählen zu gehen, bitte, bitte, bitte! Rettet, drunter tut’s heutzutage keiner mehr, die Demokratie, die in Wahlzeiten als Demokratismus daherkommt, fußend auf der Ansicht, alle normsetzenden Kräfte gingen von der Masse aus, was, unter uns gesagt, sowohl richtig als auch Quatsch ist. Richtig ist das in gewisser Hinsicht, wenn durch Wahlbeteiligung das demokratische Wesen des Staates als solches genährt wird, indem also einer Regierung die Volksvertretungsmacht und der Opposition die Überwachungsaufgabe auf Zeit verliehen wird; Quatsch ist es, wenn das Volk in seiner Mehrheit Vorgängen zustimmt, die etwa gegen die Menschenrechte verstoßen, denn dann hat eine jede Regierung die Pflicht, gegen Volkes Meinung zu handeln. Das dazu, fiel mir grad nur so ein.

Es werde Licht (I), Norbert W. Schlinkert

Allerdings bin ich die Machtspielchen, die Respektlosigkeiten, die Häme und den Neid, also das, was so einen Wahlkampf bestimmt, insgesamt leid – ich selbst reagiere ja schon gelegentlich überreizt auf Angriffe, wenn ich mich denn mal nicht beherrschen kann. Beherrsche ich mich aber, wird mir das durchaus übel genommen, weil es als Versuch der Machtübernahme wahrgenommen wird, beherrsche ich mich nicht, sind alle sauer, denn wie kann ich es wagen, andere zu kritisieren, wo ich doch selbst genau so bin wie alle anderen, wie es sich ja grade soeben zeigt. Zwar durchschaue ich diese Zusammenhänge, aber wehe ich versuche diese dann zwecks Herstellung von Harmonie auch noch zu erklären! Warum ich denn immer alles so kompliziert machen muß, heißt es dann, ob ich denn nicht mal ganz normal sein könne. Und dann kommt immer einer und kippt mir seine Häme über den Kopf und haut mir alles Mögliche, die „Wahrheit“ über mich, um die Ohren – wenngleich ich dabei äußerlich nahezu immer ruhig bleibe, ich mache seit 30 Jahren Kunst, da lernt man das und muß das lernen, wenn man nicht zum Serienmörder werden will.

Es werde Licht (II), Norbert W. Schlinkert

Während alle anderen sich also totarbeiten, scharwenzelt der Künstler durchs Leben und wird dann vielleicht auch noch mit Unsterblichkeit belohnt! Darf das sein? Nein, und dagegen muß auch etwas getan werden, keine Kränze mehr für das Dreckskünstlerpack, weder zu Lebzeiten noch danach. Ist das Volk der Souverän, so muß die Kunst dem Volk dienen, wie dazumal dem Klerus und dem Adel! Hört, hört! Subventionen nur noch für Sinnvolles, für Fleischfabriken, Waffenfabriken und die Unterhaltungsindustrie, außerdem für Apotheker und die Pharmafritzen und überhaupt für alle, die sich um das Wohl des Staates verdient machen! Jawoll, jawoll, jawoll!

Es werde Licht (III), Norbert W. Schlinkert

 

 

„Was ist denn mit dem Schlinkert los?“

„Der faselt, akuter Anfall von Wahlkampffieber.“

„Ist das gefährlich?“

„Ach was, die Demokratie wird’s überleben.“

„Dein Wort in Gottes Ohr – Dein Wort in Gottes Ohr!“

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Künstlerpack

Was nicht wenigen Menschen als Erstes einfällt, ist, wie bewundernswert sie es finden, daß ich mich so toll selbst motivieren kann! So ein Blödsinn! Das können auch nur Leute sagen, die etwas können, was ich nicht kann, sich nämlich für eine ausgesetzte Belohnung an fremde Regeln zu halten. Der Mohrrübe-vor-der-Nase-Effekt. Vor meiner Nase hängt nichts dergleichen, nicht mal mein eigenes, pragmatisches Ziel, es nämlich zu schaffen, die Umstände derart zu gestalten, daß ich meine Arbeit machen kann. Es geht also nicht darum, mir durch Arbeit das Leben zu finanzieren, sondern, mir im Leben meine Arbeit möglich zu machen. Denkbar einfach also, offenbar aber zumindest denen schwer zu vermitteln, die den Kopf allzu tief im eigenen Wohlstandsarsch stecken haben. Da ich aber nach Möglichkeit niemanden vergrätzen will, sage ich nichts dergleichen, sondern nur, daß ich einen besonders strengen Chef habe, nämlich mich. Darunter können sich die meisten etwas vorstellen, und schon herrscht tiefer Friede und allgemeines Wohlgefallen.

Künstlerpack, Norbert W. Schlinkert

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Lyrik lesen (III): Günter Abramowski

günter abramowski. um den schlaf gebracht. In ders. vom turm. gedichte. hamburg 2012

  

 

 

 

 

 

 

günter abramowski: vom turm. gedichte. elbaol verlag hamburg 2012

 
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Wehe, o Herbst, Du wirst nicht golden!

Zugegeben, ich mag nicht alle Jahreszeiten – in Berlin kann ein langer, dunkler Winter schrecklich sein. Immerhin gewinnen die Prenzlauer Berge jetzt so langsam wieder an Kontur, je weniger Touristenhorden fressend in den Straßen hocken, umso mehr. Am nächsten Morgen sitzen die dann alle auf dem Pott und kacken das gekaufte Lebensgefühl wieder aus, bevor sie mit ihren Rollkoffern davonklackern. Im Winter allerdings, und auch eigentlich nur im Winter, erkenne ich dann meinen Kiez vollständig wieder, denn da hocken die Ratten in ihren Löchern und trauen sich nicht raus. Ja, es gab mal tatsächlich eine Zeit, da war der Kiez nicht von langweiligen Ausländern bevölkert, die genau so gut, weil völlig egal, langweilige Inländer sein könnten, und umgekehrt, sondern von Menschen, die ohne Verabredung und ohne diese kranke Idee, dem eigenen Leben ein Design geben zu müssen, hier wirklich lebten. Das hat nichts zu tun mit einem „früher war alles besser“, aber wenn es nunmal punktuell eine Weile besser war als heute, war es nunmal so. Punkt. Vielleicht wird es für mich ja auch irgendwann Zeit, weiter zu ziehen, bevor ich noch angesteckt werde von diesem dümmlichen Dauerkindergeburtstagspartyleben! Imgrunde reichen allerdings zwanzig Minuten Spaziergang nach Norden aus, ein ganz normales, städtisches Leben zu haben, auch mit den Nachteilen, die es hier auf der „Insel“ Prenzlauer Berg fast nicht mehr zu geben scheint, weil die Armutsverwahrlosung einer Wohlstandsverwahrlosung gewichen ist. Zu Arroganz und Selbstgefälligkeit führt beides. Was tun? Mir ein Hexenhäuschen in den Wäldern Brandenburgs ergaunern, auswandern, eine Hütte auf Stelzen am Meer beziehen? Ich denke darüber nach, während der Herbst langsam die Prenzlauer Berge in ein Laubmeer verwandelt.

Herbst, Du goldener, Norbert W. Schlinkert

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Selbstmord einer Fliege

Heute geschah nichts dergleichen, gestern jedoch kam ich nicht so ohne weiteres davon. Ebenso wie heute las ich also am gestrigen Morgen in Heinrich Schirmbecks epochalem Roman ‚Ärgert dich dein rechtes Auge‘, als plötzlich eine dieser winzigen Fliegen auf den aufgeschlagenen Seiten landete, sicher kaum größer als zwei Millimeter. Mehrmals lief sie auf ihren kleinen Beinchen hin und her, immer wieder eine Kehrtwende beschreibend, bis sie sich dann plötzlich in die Luft erhob, rasend schnell ging das, und sich in meinen halbvollen Kaffee stürzte. Ich sah hinein und erkannte sofort, es war zu spät. Die Fliege war nur noch ein auf der Oberfläche haftender schwarzer Punkt. Ganz offensichtlich hatte sie Selbstmord begangen. Aber warum? War Liebeskummer der Grund, oder Lebensüberdruß, wurde sie von den anderen Fliegen gemobbt, war sie einsam? Das herauszubekommen ist unmöglich, wir werden es also nie erfahren. Den Kaffee entsorgte ich im Ausguß und machte mir einen neuen. Das Leben geht weiter.

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„Das Gefühl, nicht verstanden zu werden“

Da ich im Moment einen unterhaltenden Langtext schreibe, für den ich immer wieder kleine Informationen einholen muß, ihn stimmig zu machen, sehe ich öfter bei Wikipedia nach. Nicht auszudenken, ich müßte jedes Mal in die Bibliothek deswegen. Gestern also sah ich, um einen Dialog zu schreiben, unter Schizophrenie nach, worauf ich das folgende unter dem Stichwort Vorpostensymptome fand: „Die häufigsten Symptome im Frühverlauf der Schizophrenie sind: Unruhe, Depression, Angst, Denk- und Konzentrationsstörungen und Sorgen. Andere Untersucher haben als häufige Frühwarnzeichen bei 72 % der Betroffenen Ruhelosigkeit, bei 64 % Schlafstörungen, bei 62 % Nervosität, bei 60 % Schwierigkeiten bei der Arbeit sowie bei 56 % das Gefühl, nicht verstanden zu werden, gefunden.“ Ist das nicht erstaunlich! So gesehen müßte man in Berlin für ganze Bezirke konstatieren, daß praktisch jeder der Bewohner:innen ziemlich eindeutig Gefahr läuft, schizophren zu werden. Vor allem sehe ich auch für Künstler schwarz, denn beispielsweise das Gefühl, nicht verstanden zu werden, haben wohl nicht wenige – mal ganz abgesehen davon, daß vom Rest der Symptome auch noch eine Menge am Künstler klebt wie Pech und Schwefel. Aber vielleicht sind die Künstler ja selbst ein Krankheitssymptom für die Gesellschaft? Wer weiß! Muß ich gleich mal bei Wikipedia nachschlagen.

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What the fuck ist ein Gedicht!?

Die Wanderpuppe, Norbert W. Schlinkert

Ein großer Dichter, Seamus Heaney, ist gestorben. Da man Gedichte nicht in andere Sprachen übersetzen kann, muß ich Heaneys Gedichte im Original lesen und hören. Das ist, obgleich ich nur mit einem unsoliden Schulenglisch ausgestattet bin, leichter als ich dachte, denn entgeht mir auch manche Bedeutung, so tut sich mir eben auch die ein oder andere auf, die ungemeint sich hineinstiehlt, so wie man einen Stiel durch ein Fenster in einen Raum hineinsteckt, der dann vermeintlich alles kaputtmacht, denn der Stil des Raums verträgt keinen Stiel. Das ist natürlich Blödsinn und hat mit Gedichten nichts zu tun, Kalauerfeinde wetzen sicher bereits ihre Zähne, doch das macht nichts, man hat schon, sobald mir die Sprache durchgeht, kübelweise Häme über mir und mich ausgegossen und tut es noch, womöglich weil manch einer denkt, ich merke es nicht. Also, was ist ein Gedicht? Die Bekleidung eines nackten Eindrucks, eines Gefühls, von fast Nichtgeschehenem mit und als Sprache, denkbar knapp vorbei am Wortlosen? Fast schon Musik? Oder doch eher eine Entkleidung, ein Abwerfen von Ballast? Sicher ist, denke ich, daß ein Gedicht genau so viele Worte und Zeichen enthält, wie es von Natur aus braucht, und natürlich auch die genau richtigen – ich erinnere mich noch an die Zeit, wo Gedichte mit singulären schweren Worten, die singulär anklagen, ziemlich oft als „Betroffenheitslyrik“ gebrandmarkt wurden, nicht selten zurecht, wenn denn alles auf private Rechnung ging. Den Schritt, den Flügelschlag zur Leichtigkeit der Poesie schaffen nicht viele, denn behängt man einen kleinen feinen Moment mit einem zu schweren Wort, kracht er zu Boden und zerspringt. Also, was ist ein Gedicht? Ich habe keine Ahnung! Wahrscheinlich ist es nichts weiter als das Ergebnis des vorsätzlichen Versuchs, eine Geschichte genau so zu erzählen, wie sie es verdient hat, und sei es so kurz wie möglich und so lang wie nötig – wenngleich man so auch das Wesen des Romans charakterisieren könnte. Wahrscheinlich ist die Frage auch falsch gestellt, denn eigentlich müßte sie heißen: what the fuck ist ein gelungenes Gedicht? Na also! (Das oben ist übrigens ein Foto, dem ein Gedicht oder eine kleine Geschichte oder gleich ein ganzer Roman innewohnt.) 

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Bayernmünchnerisierung

Die Bayernmünchnerisierung der Gesellschaft ist ja in vollem Gange, das ist ganz und gar offensichtlich. Gier und Neid bestimmen zunehmend das Bewußtsein sehr vieler Menschen, selbst bei solchen mit an sich guten Charakteranlagen. Denen hilft dann am Ende nur wie auch immer herangeschafftes Geld, das dann für den Erfolg steht oder sogar als solcher gilt. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: ich bin nicht betroffen. Und nu‘ an die Arbeit.

Who's the Best!?

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